Stand: 25.04.2020 15:59 Uhr

Halo-Erscheinung über Mecklenburg-Vorpommern

Am Freitag haben etliche Menschen in Mecklenburg-Vorpommern fasziniert nach oben geschaut. Grund dafür war ein besonderes Phänomen am Himmel: Ein schmaler Rand oder Ring um die Sonne, ein sogenannter Halo. Wie NDR 1 Radio MV Wetterexperte Stefan Kreibohm erklärt, tritt dieses optische Phänomen recht häufig auf. Es werde durch Eisteilchen verursacht, die eine bestimmte Form haben und in einem bestimmten Winkel zur Sonne stehen. Der Betrachter muss dabei durch diese Eiskristalle zur Sonne schauen.

Effekt tritt nur in hohen Luftschichten auf

Am besten sei der Halo zu sehen, wenn man die Sonnenscheibe dabei verdeckt, so Kreibohm. Natürlicherweise sei es nur in hohen Luftschichten kalt genug, damit sich das Eis in der Luft bilden kann. Das geschehe in der Regel durch Sublimation, also wenn Wasserdampf zu Eis wird und meist bei Cirrus-Bewölkung. Zieht diese auf und haben die Eisteilchen die für Halos perfekte Form, bilden sich um die hindurchscheinende Sonne Ringe oder farbige Bögen, beschreibt Kreibohm den Effekt weiter. In bestimmten Abständen können demnach auch Lichtflecke, die sogenannten "Nebensonnen" entstehen.

Halos haben viele Erscheinungsformen

Laut Wetterexperten gibt es viele Erscheinungsformen für Halos. Sie können in sehr selten Fällen den ganzen Himmel mit Ringen oder Bögen füllen, teils farbig, teils nur weiß. Mitunter kündigten Halos auch einen Wetterumschwung an. Allerdings sei dies nicht die Regel. In Ausnahmefällen seien derartige optische Erscheinungen auch auf hohen Bergen (wie zum Beispiel in den Alpen) in Augenhöhe zu bewundern, wenn es kalt genug und sonnig ist.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 25.04.2020 | 19:30 Uhr

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