Stand: 18.06.2020 15:41 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Geduld nötig: Mehr als 100 Baustellen in Rostock

Warnleuchten auf einer Straße. © fotolia.com Foto: Rainer Fuhrmann
An vielen Stellen in Rostock geht es zur Zeit nur zäh voran. (Themenbild)

Autofahrer müssen in Rostock Geduld mitbringen: Es wird viel gebaut in der Hansestadt. Und das gerade in den kommenden Ferienwochen - für Einheimische, Pendler, Berufskraftfahrer und Touristen gleichermaßen kann sich das Durchkommen zäh gestalten.

Stadt baut 2020/21 für mehr als 30 Millionen Euro

Weit mehr als 100 Baustellen sind auf der Internetseite der Stadt aufgeführt - und zwar allein solche, die Einfluss auf den Straßenverkehr haben. Nur für die städtischen Bauprojekte werden in diesem Jahr knapp 15 Millionen Euro investiert. Für das kommende Jahr hat die Stadt noch einmal 16 Millionen Euro eingeplant. Der Ausbau des Petridamms über die Warnow im Osten soll im August zu Ende gehen. Am Steintor wird noch bis ins kommende Jahr gebaut. Im Süd-Westen wird ab Juli in der Satower Straße gearbeitet: Dort gibt es dann einen baubedingter Engpass mit Voll- und Teilsperrungen der Straße, der bis 2022 Nerven kosten wird. Weitere Beispiele für Baustellen finden sich in der Ulmen- und in der Parkstraße - und auch auf längere Sicht ist kaum Entspannung in Sicht. Ein großes Bauprojekt steht beispielsweise am Hauptbahnhof an: Am Goetheplatz soll ab 2022 eine neue Eisenbahnbrücke entstehen.

Komplexe Projekte, langfristig geplant

Mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie habe die Häufung von Baustellen aber nichts zu tun, versichert Tiefbauamtsleiter Heiko Tiburtius: All diese Projekte seien von langer Hand geplant. Neben Fragen der Finanzierung ist die Abstimmung der verschiedenen Arbeiten oft hochkomplex: Wird beispielsweise eine Straßendecke erneuert, wird auch gleich geschaut, ob im Untergrund Arbeiten an Versorgunsleitungen wie Gas oder Wasser nötig sind. Häufig sind viele verschieden Akteure im Spiel wie zum Beispiel Stadtwerke, Wasserversorger oder Verkehrsbetriebe.

Amtsleiter erwartet keinen Stausommer

Einen Stausommer soll es nicht geben: Die Leistungsfähigkeit im Hauptverkehrsnetz sei gegeben, so die überzeugte Aussage aus dem Tiefbauamt. Sperrungen und Umleitungen könne das System aufnehmen. Straßenbahnen sowie Busse hätten noch Kapazitäten und auch Radfahrer könnten für Entlastung beim Autoverkehr sorgen. Hinzu komme, dass im Sommer weniger Berufsverkehr unterwegs ist, der auch nicht in Gänze durch Touristen ausgeglichen werde, sagt Amtsleiter Tiburtius. Tagesaktuelle Informationen über die Baustellenlage in Rostock bietet die Stadt es seit Monatsbeginn auf einer Internetseite: Der interaktive Stadtplan zeigt mit etwas Vorlauf, wo Bauarbeiten anstehen und auch, wann diese abgeschlossen sein sollen.

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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Foto: Ronald Wittek

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NDR 1 Radio MV | 18.06.2020 | 16:15 Uhr

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