Die App Signal auf einem Smartphone. © dpa picture alliance Foto: Wolfram Kastl

Fall in Greifswald: Neue Betrugsmasche mit Messenger-Dienst

Stand: 18.03.2021 06:21 Uhr

Die Polizei hat vor einer neuen Betrugsmasche per Messengerdienst gewarnt. In Vorpommern-Greifswald erbeuteten unbekannte Täter mehrere Hundert Euro.

Betrüger denken sich immer neue Maschen aus, um ältere Menschen um ihr Geld zu bringen. In diesem Fall erstattete ein Ehepaar aus der Nähe von Greifswald (57 und 62 Jahre) Anzeige bei der Polizei. Der oder die Täter schickten nach Angaben der Polizei eine whatsapp-Nachricht an die Ehefrau. Darin geben sie sich als ihre Tochter aus, die angeblich ein neues Telefon habe und daher von einer unbekannten Nummer aus schrieb.

Angebliche Tochter bittet per whatsapp um Geld

Mit den Worten "Hallo Mama, ich habe eine neue Telefonnummer. Handy und SIM sind kaputt. Ich ließ das Handy fallen und ein Auto fuhr darüber. Die alte Nummer kann entfernt werden" und weiteren Nachrichten konnte der Täter ihr Vertrauen gewinnen. In einer weiteren Nachricht wurde auch von einer offenen Rechnung über mehr als 2.000 Euro berichtet. Aufgrund des zerstörten Handys und des nun nicht mehr zur Verfügung stehenden Internetbankings hätte die angebliche Tochter keine Möglichkeit mehr gehabt, das Geld selbst zu überweisen. Die Mutter solle es doch bitte anweisen.

Betrug fliegt durch Telefonat mit richtiger Tochter auf

Es gelang dem Betrüger, die Frau dazu zu bewegen, das Geld durch den Ehemann überweisen zu lassen. Durch ein Überweisungslimit konnte aber nur ein Teil des Betrages auf den Weg gebracht werden. Der Rest sollte in den folgenden Tagen folgen. Nachdem der Ehemann am darauffolgenden Tag mit der wirklichen Tochter telefonierte, flog der Betrug schlussendlich auf.

Polizei: Immer Kontakt zu betreffender Person aufnehmen

Die Polizei rät: "Sollten Sie eine solche oder ähnliche Nachricht erhalten, seien Sie misstrauisch. Rufen Sie die betreffende Person an und vergewissern Sie sich. Stellen Sie persönliche Fragen, die nur von der betreffenden Person beantwortet werden können. Sollten Zweifel bestehen, melden Sie den Vorfall der Polizei. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, setzen Sie sich umgehend mit der Bank und der Polizei in Verbindung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.03.2021 | 06:00 Uhr

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