Fährbetriebe in MV leiden unter Corona-Krise

Stand: 22.11.2020 09:55 Uhr

Normalerweise befördern die Fährbetriebe Stena-Line, Scandlines und TT-Lines Millionen Passagiere im Jahr. Während der Corona-Krise sind die Zahlen jedoch drastisch gesunken.

Insgesamt gibt es drei Reedereien in Mecklenburg-Vorpommern, die Richtung Skandinavien fahren: Scandlines, Stena Line und TT Line. Für viele Menschen sind sie der Ausgangspunkt für den Urlaub. Doch Urlaub ist Corona-bedingt zurzeit nicht möglich. Dänemark gilt als Risikogebiet, vor touristischen Reisen wird gewarnt. Dänemark wiederum hat Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft und für alle - außer für Personen aus Schleswig-Holstein - sind die Grenzen derzeit geschlossen. Das wirkt sich auf das Geschäft der Reedereien aus.

Passagierzahlen machen Probleme

Gerade bei den Passagierenzahlen sieht es bei den Fährlinien schlecht aus. Zu Beginn der Pandemie fehlten Scandlines beispielsweise 90 Prozent der Gäste. Das hätte sich über die Zeit etwas gebessert, sagte die Pressesprecherin von Scandlines, Anette Ustrup-Svendson. Doch auf der Route Rostock-Gedser fehlen 750.000 von den durchschnittlich 1,7 Millionen Fahrgästen. Die Reederei spricht von Corona-bedingten Gesamtumsatzeinbußen in Höhe von 130 Millionen Euro. 185 Mitarbeiter sind derzeit in Kurzarbeit.

Frachttransport läuft wie gewohnt

Die schwedische Reederei Stena Line hält sich hinsichtlich aktueller Zahlen etwas bedeckter. Laut Unternehmen fehlen 40 Prozent der Fährgäste. Das Geschäft mit der Fracht wie Stahl und Nahrungsmittel läuft aber wie gewohnt. Von TT Line liegen derzeit keine Zahlen vor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.11.2020 | 12:00 Uhr

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