Stand: 19.08.2019 14:47 Uhr

Ehepaar zahlt 52.000 Euro an falsche Firma

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Die Polizei warnt immer wieder vor Geschäften mit Unbekannten.

In der Feldberger Seenlandschaft hat ein Ehepaar 52.000 Euro an Betrüger verloren. Im Internet hatten die Geschädigten nach einer Firma für Erdbohrungen gesucht. Daraufhin meldete sich nach Angaben der Polizei in Neubrandenburg ein vermeintliches Unternehmen aus Berlin. Das Ehepaar traf sich mit dem mutmaßlichen Firmenchef auf einem Supermarkt-Parkplatz, wobei dieser einen Personalausweis und eine Gewerbegenehmigung vorwies.

Vorauszahlungen ohne Sicherheiten

Ohne weitere Sicherheiten zu bekommen, zahlte das Ehepaar 2.000 Euro Vorschuss. Kurze Zeit später meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Firma und teilte mit, der Firmenchef sitze in der Türkei fest und müsse einen Container auslösen, wofür dem Unternehmen angeblich das Geld fehle. Um der Firma aus der vermeintlichen Klemme zu helfen, überwies der Ehemann insgesamt 50.000 Euro.

Ehefrau verhinderte weitere Überweisungen

Als der Ehemann bereit war, weitere 14.000 Euro zu überweisen und dafür sogar einen Bankkredit aufnahm, wurde er von seiner Ehefrau zur Rede gestellt. Erst jetzt wurde er stutzig und verständigte die Polizei.

Zunahme von Trickbetrügereien

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern warnt immer wieder vor Trickbetrügern. Vor allem fordert sie zu Wachsamkeit bei Anrufen vermeintlicher Verwandter auf, die angeblich schnell eine größere Summe Geld benötigen. Außerdem sollte niemals Geld an fremde Personen übergeben werden. Das betrifft auch vermeintliche Polizisten, die bei Betrugsmaschen suggerieren, Geld vor Diebes- oder Einbrecherbanden in Sicherheit bringen zu wollen.

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14.02.2019 15:00 Uhr

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.08.2019 | 15:00 Uhr

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