Stand: 29.11.2019 14:15 Uhr

Aufschub für das Leibniz-Institut Dummerstorf

Trotz des Beschlusses der Leibniz-Gemeinschaft, die Förderung für das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf zu stoppen, darf man in Dummerstorf nun hoffen: Wie ein Sprecher der Leibniz-Gemeinschaft sagte, fällt die Gemeinsame Wirtschaftskonferenz (GWK) bis Ende des Jahres keine Entscheidung mehr. Somit bleibt das Institut in Dummerstorf mit entsprechender Finanzierung auch 2020 noch ein reguläres Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Endgültige Entscheidung für April erwartet

Vermutlich im April soll endgültig entschieden werden, wie es mit der Forschungseinrichtung mit 300 Mitarbeitern weitergeht. Sollte die Entscheidung negativ ausgehen, gebe es eine Übergangsphase von drei Jahren, hieß es. In der Begründung der Leibniz-Gemeinschaft hieß es, dem Institut sei es nicht gelungen, die vor Jahren geforderten Verbesserungen zu erreichen, kritisierte die Leibniz-Gemeinschaft vor zwei Tagen.

Mangelnde Dynamik für wissenschaftliche Innovation

Laut Senat hatte das Institut zwar sehr gute wissenschaftliche Leistungen vorgelegt, jedoch fehle es an Konzepten für mehr Dynamik der wissenschaftlich innovativen Ergebnisse. Kritisiert wurden zudem die Personalpolitik sowie der Rückgang von Promotionen.

Zuletzt Jahresbudget von 26,5 Millionen Euro

2018 betrug das Gesamtbudget des FBN nach Leibniz-Angaben 26,5 Millionen Euro, davon waren 2,3 Millionen Drittmittel. Aktuell sei das FBN an 114 Forschungsprojekten in Kooperation mit 308 Institutionen in 41 Ländern beteiligt. 2018 seien 17 Promotionen abgeschlossen worden. Rund 50 Millionen Euro wurden seit Institutsgründung für Neubauten und Modernisierungen in den Dummerstorfer Forschungscampus investiert, hieß es. Im FBN wird die Biologie von Nutztieren wie Rindern, Schweinen oder Geflügel untersucht. Dabei geht es sowohl um die Wirtschaftlichkeit der Haltung als auch um das Tierwohl.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.11.2019 | 14:00 Uhr

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