Schüler sitzen in einem Klassenzimmer und schreiben eine Klausur. © picture alliance/dpa-Bildfunk/Moritz Frankenberg Foto: Moritz Frankenberg

Deutlich mehr Klassenwiederholer nach Corona-Schuljahr

Stand: 16.06.2021 17:22 Uhr

Mit etwa 6.000 Schülerinnen und Schülern wiederholen deutlich mehr als üblich das zu Ende gehende Schuljahr. Das Bildungsministerium hält diese Zahl dennoch für gut beherrschbar.

Nach zwei Schuljahren mit jeweils wochenlangem Distanzunterricht ist die Zahl der Klassenwiederholer gestiegen. Nach Angaben des Bildungsministeriums vom Mittwoch wiederholen 4,6 Prozent der Schülerinnen und Schüler das zu Ende gehende Schuljahr freiwillig oder weil sie aufgrund zu schlechter Noten nicht versetzt werden können. Den größten Anteil unter den 6.217 Schülern auf der Ehrenrunde haben mit 4.401 die freiwilligen Wiederholer - 1.816 hingegen haben im abgelaufenen Schuljahr die notwendigen Leistungen nicht erbracht.

Üblicherweise um die 3,5 Prozent Wiederholer

In den Vorjahren hatte die Quote der Klassenwiederholer jeweils 3,5 bis 3,6 Prozent betragen. Eine Ausnahme bildet das Schuljahr 2019/2020, in dem nach den Corona-bedingten Schulschließungen im Frühjahr auch Schüler in die nächste Klasse versetzt wurden, die das Klassenziel eigentlich nicht erreicht hatten. Die Wiederholerrate betrug seinerzeit 2,9 Prozent - alle auf freiwilliger Basis

Bildungsministerium erwägt zusätzliche Lehrstunden

Aus dem Bildungsministerium hieß es, man prüfe derzeit, inwieweit durch die Klassenwiederholungen die Zuweisung zusätzlicher Lehrerstunden notwendig sei. Ein Sprecher erklärte, der Anstieg der Wiederholer-Zahlen sei "gut beherrschbar". Die Fraktionsvorsitzende der oppositionellen Linken im Landtag, Simone Oldenburg, sprach hingegen von einer "Wiederholer-Bugwelle". Zusätzliche Räumlichkeiten allein würden nicht ausreichen. "Die Zahl der wiederholenden Schülerinnen und Schüler erfordert auch zusätzliche Lehrkräfte"

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Gewerkschaft fordert zusätzliche Lehrkräfte - und Luftfilter

Auch die Lehrergewerkschaft VBE (Verband Bildung und Erziehung) fordert vom Land, deutlich mehr Lehrkräfte einzustellen, um Schülerinnen und Schüler mit Lerndefiziten besser individuell fördern zu können. Der VBE-Landesvorsitzende Michael Blanck forderte zudem, die Schulen bereits jetzt auf eine mögliche vierte Corona-Welle im Herbst vorzubereiten, um erneute Schulschließungen zu verhindern. In den nächsten Wochen seien dazu große Anstrengungen des Landes und der Schulträger erforderlich, sagte er. So müssten flächendeckend Luftfilteranlagen eingebaut werden.

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