Beim 54. Sundschwimmen sind Dutzende Schwimmer im Strelasund unterwegs, dazwischen zwei kleine Begleitboote. Im Hintergrund ist die St.-Nikolai-Kirche in Stralsund zu sehen. © dpa Foto: Stefan Sauer

DLRG plant Sundschwimmen unter Corona-Bedingungen

Stand: 28.04.2021 11:40 Uhr

Nachdem das Sundschwimmen im Strelasund (Kreis Vorpommern-Rügen) im vergangenen Jahr Corona-bedingt abgesagt worden war, wollen die Veranstalter das traditionsreiche Freiwasserschwimmen in diesem Jahr am 3. Juli austragen.

Gelingen soll das mit einem völlig überarbeiteten Konzept der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft - Organisatorin des wohl ältesten Freiwasserschwimmens in Deutschland. Das Konzept liegt dem Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Rügen bereits vor. Der Kreis lobte das Engagement der DLRG, machte aber auch deutlich, dass noch nichts entschieden sei. Trotzdem plant die DLRG die 56. Ausgabe des Sundschwimmens weiter - unter Pandemie-Bedingungen.

Kein Rahmenprogramm und Corona-Schnelltest

Dutzende Schwimmer gehen beim Start des 55. Sundschwimmens im Hafen von Parow ins Wasser. © dpa Foto: Stefan Sauer
Wenn das Sundschwimmen in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen stattfindet, soll es laut DLRG keinen Massenstart geben. (Archivbild)

Es wäre eine Veranstaltung ohne Zuschauer und Rahmenprogramm, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssten sich einem Corona-Schnelltest unterziehen, bevor sie das Stralsunder Strandgelände betreten. Nach Angaben von Organisator Ulf Schwarzer von der DLRG soll es einen gestaffelten Start nach Altersklassen geben: "Es gibt nicht den Massenstart, der immer wieder sehr aufregend war, sondern in diesem Jahr ist es wie bei einer Laufveranstaltung. Es wird über eine Zeit-Mess-Matte ins Wasser gegangen, etwa zehn Sportler nebeneinander mit Abständen zur Seite, nach vorne und hinten. Die Sportlerinnen und Sportler sollen sich in einer Bojengasse über 2.300 Meter in Richtung Stralsund schwimmend bewegen."

Teilnehmer wurden neue Bedingen geschickt

Die DLRG hat alle 1.080 Schwimmerinnen und Schwimmer angeschrieben und ihnen die neuen Bedingungen erläutert. Bisher haben rund 650 Teilnehmer zugesagt. Viele konnten nicht trainieren und haben abgesagt. Es gab aber auch Absagen wegen des fehlenden Rahmenprogramms oder der Testpflicht vor dem Start.

DLRG ruft Bootsführer und Stand-up-Paddler zur Unterstützung auf

Organisator Ulf Schwarzer rief Bootsführer und Standup-Paddler dazu auf, das Sundschwimmen zu unterstützen, falls Schwimmerinnen und Schwimmer Hilfe brauchen: "Durch die Gruppenstarts wird sich das Startfeld mehr in die Länge ziehen. Dadurch hat die DLRG länger auf dem Wasser zu tun. Es gibt eben auf dem Wasser keine Balken, auf die man sich setzen kann oder an den Straßenrand wie beim Marathon-Lauf."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.04.2021 | 11:00 Uhr

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