Stand: 20.11.2019 19:13 Uhr

Archäologisches Landesmuseum wird erst nach BUGA fertig

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Das Archäologische Landesmuseum soll nach der geplanten Bundesgartenschau 2025 im Rostocker Stadthafen gebaut werden.

Das Archäologische Landesmuseum soll in Rostock gebaut werden, das hatte die Landesregierung bereits im Jahr 2017 entschieden. Im vergangenen Mai gab es zwischen dem Land und dem damaligen Oberbürgermeister Methling (parteilos) eine Vereinbarung darüber, dass das Land 40 Millionen Euro bezahlt und die Stadt 15 Millionen Euro dazu gibt. Diese Vereinbarung wurde jetzt bei einem Treffen zwischen Rostocks neuem Oberbürgermeister, Claus Ruhe Madsen (parteilos), und dem Land noch einmal festgezurrt. Wie Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) dem NDR Nordmagazin sagte, wird mit dem Hochbau des Museums am Standort Stadthafen realistisch erst nach der BUGA 2025 begonnen.

Die Kaianlage im Rostocker Stadthafen.

Archäologisches Landesmuseum kommt erst nach BUGA

Nordmagazin -

Der Hochbau des Archäologischen Landesmuseums in Rostock soll erst nach der Bundesgartenschau 2025 erfolgen. Darauf einigte sich Rostocks OB Madsen mit der Landesregierung.

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Madsen wollte größere Museums-Variante

Madsen war der Beitrag des Landes eigentlich nicht hoch genug. Er wollte ein großes Museum, das bei den Besuchern für Begeisterung sorgt. Für 40 Millionen Euro würde man nur einen Schuhkarton bekommen, hatte er gesagt. Mitte Oktober forderte Madsen mehr Geld vom Land, andernfalls bot er für den Museumsneubau alternative Grundstücke außerhalb Rostocks Zentrum an, wie zum Beispiel den IGA-Park. Das wurde aber von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zurückgewiesen.

Freundeskreis Archäologisches Museum unterstützt den Bau

Kürzlich hatte sich der "Freundeskreis Archäologisches Museum" gegründet. Dieser will den Neubau am Stadthafen mitentwickeln und unterstützen. Auch Vereine befinden sich auf der Mitgliedsliste, wie zum Beispiel die Archäologische Gesellschaft oder der Heimatverein Grevesmühlen - außerdem etwa 1.000 Einzelpersonen, darunter Archäologen und Bodendenkmalpfleger. Der "Freundeskreis Archäologisches Museum" ist ebenfalls der Meinung, dass 40 Millionen Euro viel zu wenig für ein repräsentatives Archäologisches Landesmuseum sind. Ein Argument lautet, für Schwerin würde das Land ein Depot für das kulturelle Erbe des Landes Mecklenburg-Vorpommern bauen, das Depot koste schon 60 Millionen Euro.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.11.2019 | 17:15 Uhr

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