Stand: 27.07.2020 14:51 Uhr

Corona-Krise: Logistik-Branche leidet stark

Blick über den Container Terminal Tollerort (CTT) der Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA). © picture-alliance / dpa Foto: Christian Charisius
Vor allem die Seehafenspediteure leiden unter der Corona-Krise.

Die Hamburger Logistik-Branche leidet besonders stark unter den Folgen der Corona-Krise. Nach einer Umfrage der Handelskammer rechnen vier von fünf Unternehmen in diesem Jahr mit geringeren Umsätzen. Denn der Rückgang beim Umschlag im Hamburger Hafen und die halbleeren Containerschiffe - das treffe besonders die Seehafenspediteure hart, sagte Handelskammer-Vizepräses Willem van der Schalk.

Import und Export eingebrochen

Weil die Nachfrage nach Industriegütern zurückgegangen sei und viele Firmen die Produktion gedrosselt hätten, gebe es auch weniger Waren zu transportieren. Sowohl der Im- als auch der Export seien eingebrochen, so van der Schalk. Jede zehnte Logistik-Firma gehe sogar davon aus, dass sich der Umsatz in diesem Jahr halbiert.

Unternehmen haben noch Hoffnung

Aber es gibt bei vielen Unternehmen auch die Hoffnung, dass sich die Lage bald bessert. Etwa ein Drittel der Spediteure rechnet damit, dass die Geschäfte innerhalb eines Jahres wieder anziehen. Bis wieder das Niveau vor der Krise erreicht ist, dürfte es aber noch etwa zwei Jahre dauern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.07.2020 | 15:00 Uhr

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