Zentrales Fundbüro in Hamburg muss umziehen

Stand: 11.11.2020 07:16 Uhr

Das Zentrale Fundbüro in Hamburg zieht um. Der bisherige Standort in Altona wird zur Schule umgebaut. Zehntausende Fundstücke müssen umgelagert werden.

Bis zu 50.000 Fundsachen wandern jährlich in das Zentrale Fundbüro. Am häufigsten verloren gehen Schlüsselbunde, gefolgt von Mobiltelefonen. Auch Kinderkarren oder sogar Boote landen im Fundbüro. Noch liegt das Zentrale Fundbüro im Vivo-Gebäude in der Bahrenfelder Straße. Doch das wird zur Stadtteilschule umgebaut. Im Frühjahr 2021 ziehen die Fundsachen samt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei große Hallen an der Luruper Chaussee, vermittelt von der Sprinkenhof GmbH.

Sprinkenhof-Geschäftsführer Martin Görge betont, die 4.700 Quadratmeter Lager und Büros könnten den Bedarf an zentraler Stelle hervorragend decken. Zuständig für das Zentrale Fundbüro ist das Bezirksamt Altona. Dessen Leiterein Stefanie von Berg (Grüne) erklärt: "Das Fundbüro ist Hamburgs Schatztruhe - und die ist reich gefüllt."

Auktion Corona-bedingt online

Das kurioseste Fundstück war zuletzt ein Crosstrainer, ein schweres Sportgerät, das stundenlang mutterseelenallein in der U-Bahn fuhr. Es wurde nie abgeholt - aber danach versteigert. 16 Mal im Jahr gibt es Auktionen. Die für Mittwoch geplante Versteigerung fällt Corona-bedingt aus. Nun können Interessierte im Internet bieten, zum Beispiel für zwölf Goldmünzen, für 100 Wollmützen im Sack, eine Trompete oder einen Laubbläser.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2020 | 08:00 Uhr

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