Stand: 14.07.2020 18:24 Uhr  - NDR 90,3

Wirbel um Trennung von Technik-Chef der HPA

Weshalb muss einer der wichtigsten Manager der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) gehen? Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft will herausfinden, weshalb der Technik-Geschäftsführer Matthias Grabe die HPA verlassen soll. Dessen Ende September auslaufender Vertrag wurde überraschend nicht verlängert. Dazu wird die CDU eine Kleine Anfrage an den Senat stellen.

CDU fragt nach Gründen für Trennung von Grabe

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU, Götz Wiese, ist nicht der Einzige in der Hafenwirtschaft, der über die Trennung von Grabe erstaunt ist. "Warum? Warum genau jetzt? Warum so drastisch?", fragt Wiese. Auch in Hafenkreisen gibt es niemanden, der zumindest einen Erklärungsansatz hätte. Von berechtigten Vorwürfen an Grabe ist nichts bekannt.

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Matthias Grabe, bisher technischer Geschäftsführer der HPA, soll die Hafenverwaltung überraschend verlassen.
Verantwortlich für Technik des Hafenbetriebs

Im Hafen wird dagegen seine hohe fachliche Kompetenz betont. Als Technik-Chef war Grabe für Projekte wie die neue Köhlbrand-Querung, Kajen-Unterhaltung, Straßen und alle weiteren technischen Aspekte des Hafenbetriebs verantwortlich.

Westhagemann hat Vertrag nicht verlängert

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hatte Grabe Ende voriger Woche ohne Vorwarnung mitgeteilt, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Zu den Gründen sagte Westhagemann auf Nachfrage nichts. Laut Vertrag hätte eine solche Ansage bis spätestens Ende vergangenen Jahres erfolgt sein müssen, berichten Insider.

Keine Auskunft der HPA

CDU-Wirtschaftspolitiker Wiese hält das für eine katastrophale Entscheidung Westhagemanns, von der nicht mal klar sei, ob sie im Aufsichtsrat beschlossen wurde. Seitens der HPA gibt es dazu keine Auskunft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.07.2020 | 18:00 Uhr

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