Stand: 06.12.2018 10:36 Uhr

Von Beust: Spagat zwischen Emotion und Vernunft

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Ole von Beust wünscht sich Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Parteivorsitzende.

Hamburgs früherer Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) spricht sich für Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer als künftige Parteivorsitzende der Christdemokraten aus. Bei der auf dem Parteitag anstehenden Entscheidung handele es sich um einen Spagat zwischen Emotion und Vernunft, sagte er auf NDR Info.

Zum einen gebe es den Wunsch nach etwas völlig Neuem - das sei die emotionale Seite. "Und dann gibt es die verstandsmäßige Seite, die sagt, die CDU war überwiegend erfolgreich mit Merkel und ihrer Politik abzuwarten, mit Ruhe und Gelassenheit und einem unprätentiösen Auftreten. Das mögen die Menschen nach wie vor", sagte von Beust im Hörfunk-Interview.

Ole von Beust © Ole von Beust

Von Beust erwartet spannenden CDU-Parteitag

NDR Info - Aktuell -

Der frühere Hamburger Bürgermeister von Beust sieht die CDU-Parteitags-Entscheidung zur Merkel-Nachfolge als Spagat zwischen Emotion und Vernunft. Das sagte er auf NDR Info.

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Von Beust für einen "Kurs der liberalen Mitte"

"Meine persönliche Überzeugung ist der Kurs der liberalen Mitte", sagte der CDU-Politiker. Es gehe um einen Kurs, der auch das aufnehme, was viele Menschen beunruhige. Das seien zum Beispiel Ängste vor einem Abstieg: "Ich glaube, für einen solchen Kurs steht Kramp-Karrenbauer eher. Darum bin ich eher für sie."

Von Beust ist auch davon überzeugt, dass es der CDU-Generalsekretärin eher gelingen könnte, die Partei für alle zu öffnen: "Wem traut man am meisten zu, sich selbst auch zurückzunehmen und verschiedene Leute einzubinden? Ich glaube, das kann sie einfach besser."

"Nicht die Stunde der Polarisierer"

Montage: Friedrich Merz (CDU, am 12.06.2018), Annegret Kramp-Karrenbauer, Generalsekretärin der CDU (am 01.07.2018 in Berlin), und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister (am 06.10.2018). © dpa picture alliance

Es kann nur eine(n) geben: Wer beerbt Merkel?

NDR Info - Das Forum -

Wer führt die CDU nach Angela Merkel? Die Hauptstadt-Korrespondenten Marcel Heberlein und Alex Krämer haben die Kandidaten Merz, Kramp-Karrenbauer und Spahn beobachtet.

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Den Gegenkandidaten und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz bewertet von Beust hingegen als Typ, "der sich selbst auch sehr im Mittelpunkt sieht". Das könne sympathisch sein, aber für die Einbindung aller Strömungen schwierig werden.

Dem dritten Bewerber für den Posten, Gesundheitsminister Jens Spahn, räumt von Beust geringere Chancen ein. Spahn sei ein sehr guter Gesundheitsminister, aber im Moment brauche die Partei jemanden, der nicht polarisiere und dazu auch keine Lust habe, sagte von Beust: "Das ist einfach nicht die Stunde der Polarisierer." Es brauche jemanden, der unter dem Neuen, was jetzt komme müsse, zusammenhalte und zusammenbinde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 06.12.2018 | 07:20 Uhr

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