V.r.n.l.: Andreas Dressel, Senator für Finanzen, Musikerin Onejiru, Michael Groß, Geschäftsführer Bauunternehmen Aug. Prien, Mitra Kassai, Kapitalgeberin und Gründerin von "Oll Inklusive", Benjamin Adrion, Gründer der gemeinnützigen Organisation Viva con Agua, Musiker Jan Delay, Leon Roloff, Villa Viva Initiator und Urban Future Development, Carolin Stüdemann, Geschäftsführende Vorstand Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., und Günter Westphal, Stadtteilinitiative Münzviertel, stehen an einem Brunnen während der Grundsteinlegung der Villa Viva im Münzviertel. © picture alliance/dpa | Marcus Brandt Foto: Marcus Brandt

Viva con Agua legt Grundstein für Villa Viva in Hamburg

Stand: 01.04.2022 17:06 Uhr

Das Haus wird mehr als ein normales Hotel oder Bürogebäude: Die Villa Viva Hamburg soll ein Gasthaus sein. Am Freitag wurde auf dem Gelände im Münzviertel der Grundstein gelegt.

"Es ist ein Projekt, das mit dem Finger in die Zukunft zeigt", sagt Benny Adrion, Gründer von Viva con Agua. Die Initiative, die möglichst vielen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung verschaffen will, wird selbst in das zwölf Stockwerke hohe Gebäude einziehen. Ebenso ein 300-Betten-Hotel der Hotelgruppe Heimathafen. Ökologisch soll das Projekt auch werden. Stichworte sind hier Solarthermie, Recycling-Beton, Wärmerückgewinnung.

Jede Übernachtung bringt Geld für Viva con Agua

Ansonsten wird Social Business großgeschrieben. "Wir wollen unsere Wasserprojekte nicht nur durch Spenden finanzieren", sagt Adrion. Jede Übernachtung in dem neuen Gasthaus bringe auch Geld für Viva con Agua.

Prominente Investoren

Mit Feuerwerk und Handfackeln feiern Benjamin Adrion (l.), Gründer der gemeinnützigen Organisation Viva con Agua, Leon Roloff (2.v.l.), Villa Viva Initiator und Urban Future Development, Musiker Jan Delay (3.v.l.), Michael Fritz (4.v.l.), Mitgründer von Viva con Agua, Mitra Kassai (r.), Kapitalgeberin, und Jens Sroka (3.v.r.), Geschäftsführender Inhaber Heimathafen Hotels, die Grundsteinlegung die Grundsteinlegung der Villa Viva im Münzviertel. © picture alliance  /dpa Foto: Marcus Brandt
Mit Bengalos feiern die Initiatoren die Grundsteinlegung der Villa Viva.

Finanziert wird das Projekt von 16 sozial engagierten Investoren, wie zum Beispiel den Musikern Jan Delay und Bela B. oder dem Fußballer Max Kruse. Für 5,5 Millionen Euro Eigenkapital gehören ihnen 33 Prozent der Villa Viva. Die restlichen 67 Prozent überlassen sie Viva con Agua. Ende kommenden Jahres soll die Villa Viva eröffnet werden.

Jan Delay: "Da bin ich dabei"

Bei solchen Projekten sei er "immer dabei", sagte Jan Delay. "Wenn es dann auch noch um so etwas Krasses geht" wie ein Hotel. Als Kind habe er immer die TV-Serie "Hotel" gesehen. "Ich glaube, wenn ich nicht Musiker geworden wäre, dann hätte ich echt Bock gehabt, so etwas zu machen. Und das zusammen mit etwas Gutes tun - da bin ich dabei."

Dressel: "Leuchtturm der Gemeinwohl-Ökonomie"

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) unterstrich bei der Grundsteinlegung die Bedeutung des Social Business. "Wir sind wirklich stolz, so einen Leuchtturm der Gemeinwohl-Ökonomie hier mitten in der Stadt haben zu können. Das wird ausstrahlen weit über das Münzviertel hinaus."

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.04.2022 | 17:00 Uhr

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