Rekordfund: 700 Kilo Heroin im Hamburger Hafen sichergestellt

Stand: 10.09.2022 14:01 Uhr

Im Hamburger Hafen sind 700 Kilo Heroin sichergestellt worden. Das ist die größte je in Deutschland gefundene Menge Heroin.

Das Heroin kam aus dem Iran und wurde Ende August in einem Schiffscontainer im Hamburger Hafen entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt liefen im Hintergrund bereits umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und des Bundeskriminalamtes.

Ingmar Schmidt im Studio von NDR 90,3 © NDR Foto: Marco Peter
AUDIO: Heroin-Rekordfund im Hamburger Hafen (1 Min)

Zehn Wohnungen durchsucht

Das Heroin sollte europaweit verkauft werden, der Großraum Dresden diente dabei als Umschlagplatz. In der Nacht zu Freitag wurden dort, im Raum Chemnitz, sowie in Hamburg und den Niederlanden insgesamt zehn Wohnungen durchsucht. Die Ermittlerinnen und Ermittler stellten Laptops, Datenträger, Smartphones sowie Fahrzeuge und Vermögenswerte sicher.

Fünf Männer festgenommen

Die Bande agierte international: Über das Firmennetzwerk eines 54-Jährigen sollte offenbar der Transport abgewickelt werden. In Dresden, Spanien und den Niederlanden wurden laut Staatsanwaltschaft Dresden insgesamt fünf Männer unter dringendem Tatverdacht festgenommen und gegen vier von ihnen Haftbefehle vollstreckt. Zwei in Dresden gefasste Beschuldigte seien in Untersuchungshaft, die drei anderen in Auslieferungshaft.

Bundesinnenministerin dankt Behörden

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nannte den Fund einen wichtigen Schlag gegen die organisierte Kriminalität. "Die Sicherstellung dieser großen Menge an Heroin zeigt, dass wir ein Problem mit illegal nach Deutschland und Europa eingeführten Drogen haben", sagte sie am Sonnabend. "Derartige Mengen an Heroin zerstören Menschen und bescheren kriminellen Händlern riesige Gewinne." Sie danke den Behörden für den "wichtigen Etappensieg im Kampf gegen den illegalen Drogenhandel", ergänzte Faeser.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.09.2022 | 17:00 Uhr

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