Der Angeklagte steht im Gerichtssaal im Landgericht Hamburg. © NDR Foto: Elke Spanner

Prozessbeginn: 18-Jähriger soll 14-Jährigen niedergestochen haben

Stand: 22.11.2021 10:51 Uhr

Das Opfer war erst 14 Jahre alt: Vor dem Hamburger Landgericht ist seit heute ein junger Mann wegen versuchten Totschlags angeklagt. Der jetzt 19-Jährige soll den Jugendlichen im Mai in Jenfeld mit dem Messer niedergestochen haben.

Am ersten Prozesstag am Montag war der Angeklagte zunächst nicht zu Wort gekommen, weil lediglich die Anklage verlesen worden war. Am zweiten Prozesstag in eineinhalb Wochen wollen aber sowohl der Angeklagte als auch das Opfer aussagen.

Angeklagter hatte Beziehung mit 12-jähriger Schwester des Opfers

Die beiden Teenager hatten sich der Anklage zufolge im Mai 2020 verabredet, um sich auszusprechen. Zwischen den beiden habe es dem Gerichtssprecher zufolge einen Konflikt gegeben, weil der Angeklagte in der Vergangenheit eine Beziehung zur damals zwölf Jahre alten Schwester des Opfers gehabt haben soll.

Passanten schritten ein - Opfer wurde notoperiert

Der Konflikt sei jedoch zum Zeitpunkt des einvernehmlichen Treffens bereits weitgehend geklärt gewesen. Die Messerattacke sei deshalb plötzlich gekommen. Dabei soll der Angeklagte mehrfach auf den Körper des Jungen eingestochen haben. Als Passantinnen und Passanten einschritten, soll er den Schwerverletzten gleichgültig am Tatort liegen lassen haben. Das Opfer erlitt zahlreiche Stichverletzungen und musste notoperiert werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.11.2021 | 13:00 Uhr

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