Stand: 14.12.2018 14:32 Uhr

Prozessauftakt: Mann vom Nachbarn erwürgt?

Es ist eine Tat, die fast unentdeckt geblieben wäre: Vor dem Hamburger Landgericht ist seit Freitag ein 52-Jähriger angeklagt, der im Mai seinen Nachbarn in Jenfeld im Streit um Geld ermordet haben soll.

Zunächst von Sturz ausgegangen

Die Lebensgefährtin hatte den 78-Jährigen tot in seiner Wohnung gefunden. Zunächst war niemand von einem Verbrechen ausgegangen, weil die Verletzungen auf einen Sturz hinwiesen. Dann aber wurde man doch misstrauisch, vor allem wegen einer Stauchung am Kehlkopf. Also kam die Leiche in die Rechtsmedizin und wurde dort obduziert. Ergebnis: Der Rentner wurde stranguliert.

Angeklagter wollte offenbar erneut Geld vom Opfer

DNA-Spuren wiesen auf den Angeklagten hin, der schließlich im Juli verhaftet wurde. Der 52-Jährige wohnte im Mietshaus gegenüber. Der arbeitslose Koch hatte sich zuvor schon einmal Geld von dem Rentner geliehen. Auch an jenem Tag soll er nach Geld gefragt haben. Aus Wut über die Ablehnung des 78-Jährigen soll der Angeklagte ihn mit dem Gürtel seines Bademantels erdrosselt haben.

Zum Prozessauftakt am Freitag äußerte sich der 52-Jährige nicht zu den Vorwürfen. In Vernehmungen bei der Polizei hatte es das Verbrechen bislang bestritten. Das Gericht hat Termine bis Ende Februar anberaumt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.12.2018 | 15:00 Uhr

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