Stand: 19.11.2019 10:17 Uhr  - NDR 90,3

Polizeieinsatz und Pannen lösen Zug-Chaos aus

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Viele Fahrgäste mussten im Feierabendverkehr am Montag besonders lange warten (Archivfoto).

Es war eine Geduldsprobe für viele Fahrgäste auf ihrem Heimweg: Ein Polizeieinsatz und mehrere Pannen haben am Montagabend für Chaos im Hamburger Zugverkehr gesorgt. Betroffen waren Züge im Fernverkehr sowie mehrere S-Bahnstrecken und U-Bahnhöfe.

Leiche lag im Gleisbett

Nachdem die Leiche eines Mannes im Gleisbett nahe der Station Elbbrücken entdeckt worden war, ließ die Bundespolizei die Bahnstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und Harburg am frühen Abend komplett sperren. Für S-Bahnen und Regionalzüge gab es rote Signale, Busse und Taxen fuhren stattdessen als Schienenersatzverkehr. Nach einer Stunde konnten die S-Bahn-Züge wieder rollen, die Folgeverspätungen an den S3- und S31-Haltestellen betrugen allerdings bis zu 40 Minuten. Der Fernverkehr zwischen Hauptbahnhof und Harburg war noch länger gesperrt.

S21 bleibt liegen

Auch auf der Linie S21 gab es Verzögerungen. Dort war eine S-Bahn bei Billwerder-Moorfleet liegen geblieben. Techniker mussten die Bordelektronik neu starten, ehe der Zug seine Fahrt fortsetzen konnte.

Zeitgleich gab es Verwirrung an den U-Bahnstationen in der ganzen Stadt: Wegen eines Softwarefehlers waren dort mehrere Anzeigetafeln und Lautsprecher ausgefallen. Das sorgte zusätzlich für lange Wartezeiten im Feierabendverkehr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.11.2019 | 06:30 Uhr

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