Stand: 28.09.2018 06:17 Uhr

Millionen-Förderung für Hamburger Forscher

An der Universität Hamburg werden künftig vier Spitzenforschungsprojekte im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern mit Millionensummen gefördert. Das gab die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz am Donnerstag in Bonn bekannt, die in der Endrunde unter 88 Förderanträgen 57 sogenannte Exzellenzcluster auswählte.

30 bis 40 Millionen Euro pro Jahr

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Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (r.) und Uni-Präsident Dieter Lenzen: "Meilenstein für Wissenschaft und Forschung in Hamburg."

Hamburg war am Ende noch mit vier von ursprünglich fünf Anträgen im Rennen - alle wurden berücksichtigt. Die Förderung beginnt Anfang 2019 und bewegt sich jeweils zwischen sieben und zehn Millionen Euro pro Jahr und Cluster. Bei einer Zusage für die Projekte hatte Uni-Präsident Dieter Lenzen "im optimalen Fall mit zwischen 30 und 40 Millionen Euro im Jahr" gerechnet.

"Die Förderung ermöglicht es uns, in den kommenden sieben Jahren intensiv und auf Spitzenniveau an vier enorm relevanten Themenkomplexen zu forschen", sagte Lenzen. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach von einem "Meilenstein für die Wissenschaft und Forschung" in der Stadt. "Von dieser Entscheidung werden nicht nur einige Bereiche, sondern die Universität und der Wissenschaftsstandort als Ganzes profitieren", meinte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne).

Klimaforschung, Physik und Manuskripte

Bei einem der Projekte geht es um Klimaforschung, die mit der Sozialwissenschaft die Frage stellt, wie wir als Gesellschaft damit umgehen, dass in anderen Ländern möglicherweise neue Fluchtursachen entstehen. Auch zwei Physik-Projekte sind dabei: Das eine erforscht mittels ultrastarker Lichtquellen molekulare Strukturen, die zum Beispiel für Krankheiten verantwortlich sind. Das andere untersucht die Entwicklung des Universums anhand kleinster Teilchen. Das vierte Projekt befasst sich mit Manuskriptkulturen. Dabei sollen neben der Sicherung und Decodierung alter Schriften im Hinblick auf Papier und andere Trägermaterialien auch Rückschlüsse auf frühe Handelswege gezogen werden.

Durch den Erfolg ist der Weg frei für die Bewerbung um die Förderung als Exzellenzuniversität. Damit würde Hamburg in die Klasse der Spitzenuniversitäten aufrücken - die Entscheidung fällt Mitte des kommenden Jahres - zum 100. Jubiläum der Universität.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.09.2018 | 17:00 Uhr

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