Landesrabbiner Shlomo Bistritzky zündet Kerzen an einer Menora an

Jüdische Gemeinde feiert Chanukka im Grindelviertel

Stand: 28.11.2021 20:35 Uhr

Die Jüdische Gemeinde in Hamburg hat am Sonntag im Grindelviertel den Beginn des Lichterfestes Chanukka gefeiert. Am Abend entzündete Rabbiner Shlomo Bistritzky die erste Chanukka-Kerze.

Es ist der erste von insgesamt acht Tagen des jüdischen Lichterfestes Chanukka. Historisch erinnert das Fest an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem im Jahr 165 vor Christus. Traditionell gibt es an Chanukka ölhaltige Speisen wie "Latkes" - frittierte Kartoffelpuffer.

Öffentliche Einladung zum Chanukka-Markt

Erstmals hat die Jüdische Gemeinde zum Chanukka-Markt auf dem Joseph-Carlebach-Platz im Grindelviertel öffentlich eingeladen. Der Markt findet im Rahmen des diesjährigen Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" statt.

Ehemaliger Standort der Synagoge

Die Feier auf dem Joseph-Carlebach-Platz hat eine besondere Bedeutung für die Jüdische Gemeinde. Hier auf dem Platz stand die von den Nazis 1938 zerstörte Bornplatz-Synagoge. Diese möchte die Gemeinde in den kommenden Jahren wiederaufbauen.

Zeichen für sichtbares jüdisches Leben in Hamburg

Chanukka feiert die Jüdische Gemeinde noch bis zum 6. Dezember. Es ist ein Zeichen für sichtbares jüdischen Leben in Hamburg.

Weitere Informationen
Shlomo Bistritzky, Landesrabbiner der Freien und Hansestadt Hamburg, steht mit einer Tora-Krone der jüdischen Gemeinde während eines Pressetermins zum Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge vor der Hauptkirche St. Michaelis. © picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt Foto: Daniel Reinhardt

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Der Joseph-Carlebach-Platz, ehemals Bornplatz, im Hamburger Grindelviertel. © NDR Foto: Tina Zemmrich

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 28.11.2021 | 19:30 Uhr

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