Stand: 17.05.2018 14:15 Uhr

Horch will Radfahrer besser schützen

Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) macht sich für mehr Sicherheit der Radfahrer stark. Im Gespräch mit NDR 90,3 sagte er am Donnerstag, die Abbiege-Assistenten für Lastwagen müssten schnellstmöglich zur Pflicht werden.

Der Reporter steht an der Alster mit zwei Personen .

Aktionstag: Wie fahrradfreundlich ist Hamburg?

Hamburg Journal -

Wie fahrradfreundlich ist Hamburg? Christian Buhk sprach am Fahrrad-Aktionstag mit Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue und Dennis Thering von der CDU.

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Der Tod einer 33-jährigen Radfahrerin bei einem Unfall mit einem abbiegenden Lkw in Eimsbüttel hat auch den Verkehrssenator erschüttert. Horch ist zurzeit Vorsitzender der deutschen Verkehrsminister-Konferenz. Viele Bundesländer wollen den Abbiege-Assistenten, der Radfahrer seitlich erkennt, nur für neue Lastwagen. Horch sagte nun: "Uns geht das nicht weit genug. Wir fordern, auch Altfahrzeuge nachzurüsten." Das müsse ganz schnell gehen.

Horch will gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr

Porträt von Senator Frank Horch. © NDR Fotograf: Johanna Ohlau

Horch: "Das Fahrrad gehört zu Hamburg"

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

In den 2020er-Jahren soll jeder vierte Weg in Hamburg mit dem Rad zurückgelegt werden. Das ist das Ziel des Senats. Aber ist das umsetzbar? Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch im Gespräch.

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Horch wehrte sich gegen den Vorwurf mancher Autofahrer, dass die Radfahrer in der Verkehrspolitik bevorzugt würden. Man müsse im Verkehr zu Kompromissen kommen. " Es ist mein großes Ziel, ein Miteinander zu entwickeln." Deswegen baue der Senat mehr sichere Radstreifen. Radfahrer und Autofahrer kämen ohne Rücksicht aufeinander nicht voran. Gegen sogenannte Rambo-Radler würde die Polizei verstärkt vorgehen, so der Verkehrssenator. "Wir werden durch verstärkte Kontrollen - das ist eine Absprache der Polizei - für mehr Sicherheit und für mehr Einhaltung der Regeln sorgen." Mit der Fahrradstadt Kopenhagen könne Hamburg sich nicht vergleichen, so Horch. Hamburg sei viel größer und habe den starken Hafen-Lastverkehr.

CDU hält Fahrradstreifen für unsicher

Die Hamburger CDU kritisierte derweil die Verkehrspolitik des Senats. Sie hält die Fahrradstreifen auf der Fahrbahn für unsicher. Im Gespräch mit NDR 90,3 sagte CDU-Fraktionschef André Trepoll, es sei wissenschaftlich nicht belegt, dass Radfahrer dort seltener zum Unfallopfer werden. Der rot-grüne Senat male die Radstreifen nicht aus Sicherheitsgründen auf die Straßen: "Der Grund, warum der Senat das macht, ist, dass es einfach wesentlich preiswerter ist. Wir können die vielen Menschen verstehen, die sagen, sie fühlen sich nicht sicher neben 40-Tonnern und Bussen."

Porträt von André Trepoll von der Hamburger CDU. © NDR Fotograf: Johanna Ohlau

Trepoll: "Den Rad- vom Autoverkehr entkoppeln"

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Den Umbau einer Metropole wie Hamburg zur Fahrradstadt sieht CDU-Fraktionschef André Trepoll skeptisch. Bei NDR 90,3 sprach er über seine verkehrspolitischen Vorstellungen.

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Trepoll: Senat macht "Verkehrspolitik mit der Brechstange"

Zudem beklagte der CDU-Fraktionschef den Verlust von Auto-Fahrspuren für die Radstreifen. Trepoll: "Wir sagen, wir brauchen leistungsfähige Hauptstraßen und verkehrsberuhigte Nebenstraßen. Das bedeutet eben nicht eine Verkehrspolitik mit der Brechstange, wo man zum Beispiel Hauptverkehrsstraßen zu Fahrradstraßen macht." Laut Trepoll spielt der Senat die Verkehrsteilnehmer gegeneinander aus. Besser sei es, die vorhandenen Radwege auszubauen.

Weitere Informationen

Aktionstag: Fahrradstadt Hamburg

NDR 90,3 und Hamburg Journal berichteten am 17. Mai darüber, wie es aktuell um das Projekt Fahrradstadt steht und welche Zukunftspläne es gibt. mehr

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"Ride of Silence" - Fahrraddemo in Hamburg

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In Hamburg und bundesweit gedenken Fahrradfahrer der Radverkehrstoten mit einem sogenannten "Ride of Silence". Verbunden wird die Aktion mit politischen Forderungen. Video (00:39 min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.05.2018 | 11:00 Uhr

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