Stand: 06.09.2020 22:34 Uhr

Die "Peking" reist mit der Flut nach Hamburg zurück

Sie war 1911 in Hamburg vom Stapel gelaufen, segelte später 34 Mal um Kap Hoorn und lag über 40 Jahre als Museumsschiff in New York: Die historische Viermastbark "Peking" kehrt am Montag in ihre Heimat zurück. Noch liegt sie bei der Peters Werft in Wewelsfleth, wo sie drei Jahre lang für 38 Millionen Euro aufwendig restauriert wurde. In Hamburg soll der Großsegler künftig das Aushängeschild des geplanten Deutschen Hafenmuseums auf dem Kleinen Grasbrook sein. Sie können die Reise der "Peking" am Montag per Livestream bei NDR.de verfolgen.

VIDEO: So läuft die Heimkehr der "Peking" (2 Min)

In aller Frühe geht's los

Mit der Reiseplanung für Montag verhält es sich auch heute noch so wie zur Zeit der Windjammer vor 100 Jahren: Die Natur ist der Chef. Nur bei Hochwasser passt die 115 Meter lange "Peking" durch das kleine Sperrwerk, das das Flüsschen Stör mit der Elbe verbindet. Deshalb beginnt die letzte Reise des Großseglers auch schon morgens in aller Frühe.

Mit dem Abendhochwasser in den Hamburger Hafen

Zwei Schlepper bringen die "Peking" dann ein Stück elbaufwärts bis Twielenfleth im Landkreis Stade. Dort gibt’s eine fünfstündige Pause, um auf die nächste Flut zu warten. Mit dem Abendhochwasser geht’s dann vorbei an Wedel und Blankenese bis vor die Elbphilharmonie, wo die Peking gegen 18 Uhr gedreht wird, um dann rückwärts zu ihrem Liegeplatz vor dem Hamburger Hafenmuseum bugsiert zu werden. Gegen 19 Uhr soll die Heimkehr des neuen Wahrzeichens der Hansestadt nach insgesamt 88 Jahren abgeschlossen sein.

Viermaster ist mehr als 100 Jahre alt

Die "Peking" war 1911 bei Blohm+Voss gebaut worden. Sie gehört zu den legendären Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz, die für ihre Geschwindigkeit und ihre Sicherheit berühmt waren. Vor knapp drei Jahren wurde das Schiff aus New York nach Deutschland geholt, wo sie bei der Peters Werft in Wewelsfleth aufwendig restauriert wurde. Zuvor lag der Viermaster marode am Pier des South Street Seaport Museums.

Überfahrt der "Peking" live verfolgen

Wir zeigen die komplette Überfahrt der "Peking" ab 5.30 Uhr im Livestream auf dieser Seite - vom Ablegen an der Peters Werft über die Passage des Stör-Sperrwerks bis Twielenfleth und am Nachmittag weiter nach Hamburg. Auch das Festmachen der Viermastbark im Hansahafen kann man live verfolgen. Das Hamburg Journal berichtet um 18 Uhr direkt aus dem Hansahafen und zeigt ab 19.30 Uhr die Höhepunkte der Ankunft der "Peking". NDR 90,3 berichten den ganzen Tag von der Reise der "Peking", dazu gibt es zahlreiche Hintergrundinformationen und Gespräche mit Expertinnen und Experten.

VIDEO: Die "Peking" kehrt heim (44 Min)

Weitere Informationen
Schwarzweiß-Aufnahme der Stahlbark "Peking" in der Elbmündung, im Hintergrund ein Dampfschiff. © dpa Foto: Hans Hartz

Späte Rückkehr: Geschichte der "Peking" in Bildern

Gut 20 Jahre segelt die 1911 bei Blohm + Voss gebaute Bark "Peking" über die Weltmeere, später liegt sie als Museumsschiff in New York und verfällt. Nun ist sie restauriert nach Hamburg zurückgekehrt. Bildergalerie

Ein Mast wird auf ein Schiff gesetzt. © NDR

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Schwarzweiß-Aufnahme der Stahlbark "Peking" in der Elbmündung, im Hintergrund ein Dampfschiff. © dpa Foto: Hans Hartz

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.09.2020 | 06:00 Uhr

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