Spaziergänger gehen an der Außenalster in Hamburg spazieren. © picture alliance / dpa Foto: Georg Wendt

Corona: Diese Regeln gelten momentan in Hamburg

Stand: 29.11.2021 00:01 Uhr

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten in Hamburg viele Regeln, das 2G-Modell gilt nun für einen Großteil der Bereiche des öffentlichen Lebens.

Konkret wurde eine weitere Ausweitung des 2G-Modells beschlossen, die neue Corona-Verordnung ist am 29. November in Kraft getreten. Die 2G-Regel gilt jetzt in vielen weiteren Bereichen verbindlich. Zu diesen Bereichen gehören körpernahe Dienstleistungen (außer Friseure, Fußpflege, medizinische Behandlungen), Gastronomie, Hotels, Kinos, Theater, Clubs, Bars, Diskos, Tanzveranstaltungen, Sport in geschlossenen Räumen, Schwimmbäder, Fitness-Studios, Freizeitchöre und -orchester, Spielbanken und Spielhallen.

Weiterhin gilt eine tägliche Testpflicht für ungeimpftes Personal. Die Ausnahme für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre bleibt zunächst bestehen.

Grundsätzlich bleibt die Einhaltung der allgemeinen Hygienevorgaben, Schutzkonzepte und die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen die Voraussetzung für alle zugelassenen Aktivitäten.

Was in Hamburg gilt - die zehn wichtigsten Punkte:

1. Kitas und Schulen

Hamburgs Kitas sind zurück im Normalbetrieb. Alle Kinder können wieder für die volle Zeit in die Kita gehen. Die Hygieneregelungen und Infektionsschutzvorkehrungen in den Kitas werden weiter aufrechterhalten. Für einen besseren Infektionsschutz sollen die Mitarbeitenden in den Kitas zweimal pro Woche einen Corona-Schnelltest machen. Auch ruft die Behörde alle Mitarbeitenden der Kitas auf, sich impfen zu lassen. Auch Kinder können sich freiwillig vor dem Kita-Besuch testen: Für die Kinder ab circa vier Jahren wird zwei Mal wöchentlich ein kostenloser Schnelltest bereitgestellt.

Hamburgs Schulen haben wieder für alle Klassenstufen gleichzeitig im Präsenzunterricht geöffnet. Es gilt eine Testpflicht für die Teilnahme am Unterricht und anderen Präsenzangeboten in der Schule. Alle Schülerinnen und Schüler müssen einen medizinischen Mund-Nase-Schutz im Unterricht tragen, auch Lehrkräfte und Schulbeschäftigte. Alle 20 Minuten muss gelüftet werden. Wenn an Schulen Corona-Fälle auftreten, entscheidet das Gesundheitsamt über die in der betroffenen Schule zu ergreifenden Maßnahmen wie beispielsweise die Schließung einer Klasse oder Schule oder eine mögliche Quarantäne.

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Auf einem Schild in einer Tür steht "geimpft, genesen". © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Foto: Robert Michael

Corona: Diese Regeln gelten mit dem 2G-Modell in Hamburg

In Hamburg ist die 2G-Regel nun in vielen Bereichen verbindlich. Nur Geimpfte und Genesene dürfen die Angebote nutzen. mehr

2. Kontaktbeschränkungen

Mit dem 3G-Modell gilt: Private Treffen dürfen mit bis zu 10 Personen stattfinden, sowohl in geschlossenen Räumen, als auch im Freien. Nicht mitgezählt werden Kinder bis 14 Jahre. Abstand halten: Zu allen Menschen, die nicht ausdrücklich unter die erlaubten Kontakte fallen, müssen Sie mindestens 1,50 Meter Abstand halten. Diese Regel gilt überall: zu Hause, an öffentlichen Orten oder im Freien. Zu allen Personen, mit denen Sie im selben Haushalt leben, müssen Sie keinen Abstand halten. Für vollständig Geimpfte und Genesene ist diese Regelung seit dem 9. Mai aufgehoben. Sie zählen auch bei den Kontakten nicht mit.

Mit dem 2G-Modell gilt: Private Veranstaltungen und Feiern wie zum Beispiel Hochzeiten können stattfinden. Anders als sonstige Veranstaltungen müssen solche privaten Events nicht angemeldet werden. Für sie gilt dann: Verzicht auf das Abstandsgebot und keine Begrenzung der teilnehmenden Personen, keine Maskenpflicht, Tanzen ist möglich.

3. Maskenpflicht ab dem 24. November

Medizinische Masken, also zum Beispiel OP-Masken sind vorgeschrieben. Ausnahmen gibt es für geimpfte und genesene Personen in Bereichen mit 2G-Pflicht oder im 2G-Optionsmodell müssen keine Maske tragen.

  • im Öffentlichen Personennahverkehr, also in Bahnen und Bussen
  • bei Angeboten körpernaher Dienstleistungen, wenn nicht die 2G-Regel gilt
  • bei Flügen, in Taxis und anderen kommerziellen Beförderungsangeboten
  • beim Einkaufen
  • in öffentlich zugänglichen Gebäuden
  • in Kultureinrichtungen
  • in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und bei Gesundheitsbehandlungen
  • bei Gottesdiensten
  • bei touristischen Stadtrundfahrten im Linien- und Gelegenheitsverkehr, Schiffs- und Hafenrundfahrten
  • überall dort, wo es aufgrund der Arbeitsschutzvorschriften und -standards oder entsprechender berufsgenossenschaftlicher Vorgaben vorgeschrieben ist sowie
  • überall dort, wo Menschenansammlungen die Einhaltung gebotener Abstände verhindern

4. Einzelhandel

Der Einzelhandel darf öffnen - mit einer Personenzahlbegrenzung, die sich an der Verkaufsfläche orientiert. Pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche sind eine Kundin oder ein Kunde zulässig. Ein Geschäft mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche darf demnach 50 Personen zur gleichen Zeit einlassen. Kleine Geschäfte unter 10 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen immer nur eine Person zur Zeit einlassen. Die Pflicht zur Begrenzung des Zugangs von Publikum gilt nicht auf Wochenmärkten, Spezialmärkten und Jahrmärkten sowie Weihnachts- und Wintermärkten, soweit diese im Freien stattfinden. Wird Gastronomie angeboten, müssen diese Bereiche nach dem 2G-Modell stattfinden. Sie müssen eingezäunt werden, Nachweiskontrollen sind nötig.

Es gelten Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bleibt Pflicht auch vor den Geschäften. Seit dem 23. Oktober können die Geschäfte eine 2G-Option wählen, dann entfällt die Maskenpflicht. Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie Supermärkte, Drogerien, Apotheken sind ausgenommen, sie müssen immer für alle Menschen offen sein.

5. Körpernahe Dienstleistungen

Seit dem 20. November ist die 2G-Regel für körpernahe Dienstleistungen verbindlich - außer für Friseursalons, Fußpflege und medizinische Behandlungen. Massagesalons, Tattoo-Studios und Sonnenstudios müssen also unter dem 2G-Modell stattfinden. Zudem gilt: Alle bei der Dienstleistung anwesenden Personen müssen eine medizinische Maske tragen. Der Termin muss vorab vereinbart werden. Die Kontaktdaten müssen erhoben werden.
Im Bereich der körpernahen Dienstleistungen besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.
Prostitutionsangebote, die nach dem Prostituiertenschutzgesetz angemeldet und geprüft sind, dürfen unter dem 2G-Modell öffnen. Hierzu zählen unter anderem ein Alkoholverbot, eine vorherige Anmeldung sowie die medizinische Maskenpflicht.

6. Kultur, Freizeitgestaltung und Veranstaltungen

Tanzveranstaltungen:
Seit dem 20. November ist das 2G-Modell verbindlich.
Es dürfen nur Geimpfte oder Genesene teilnehmen. Zusätzlich wird eine tägliche Testpflicht für ungeimpftes Personal eingeführt.

Kultur:
In Theatern, Opern, Konzerthäusern, Konzertsälen, Musiktheatern, Kinos, Planetarien und Literaturhäusern gilt ab dem 29. November das 2G-Modell. Auf das Abstandsgebot kann verzichtet werden. Es gibt eine Kontaktnachverfolgung. Die 2G-Regel gilt auch für geschlossene Räume von Museen, Gedenkstätten, Ausstellungshäusern, Bibliotheken mit Ausnahme der Hochschulbibliotheken.

Freibäder, Hallenbäder und Therme, Saunen, Dampfbäder und Wellnessangebote:
Seit dem 20. November ist die 2G-Regel für Sport in geschlossenen Räumen verbindlich - das gilt auch für Hallenbäder. Auf das Abstandsgebot kann dann verzichtet werden. Es gibt keine Begrenzung der teilnehmenden Personen. Die Test- und Maskenpflicht in Innenräumen entfällt.

Zoologische und botanische Gärten:
In geschlossenen Räumen gilt hier die 2G-Regel mit Verzicht auf das Abstandsgebot.

Volksfeste:

Das Veranstalten von Volksfesten wie dem Dom ist unter 2G-Auflagen möglich. Es bedarf eines Schutzkonzepts mit gesicherten Zu- und Abgängen, Kontaktdaten müssen festgehalten werden.

Weihnachtsmärkte:
Mit einem spezifischen Schutzkonzept ist der Zutritt unter 3G-Bedingungen erlaubt. Gibt es gastronomische Angebote, muss dort das 2G-Modell angewandt werden.
Das gilt beim 2G-Modell: Auf das Abstandsgebot kann verzichtet werden, auch gibt es keine Begrenzung der teilnehmenden Personen. Weiterhin gibt es keine Testpflicht. Wenn getanzt wird, gelten zusätzliche Vorgaben: 150 Personen innen oder 750 Personen draußen. Die Maskenpflicht ist aufgehoben. Unter 2G dürfen auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten auch alkoholische Getränke verkauft und ausgeschenkt werden.

Hafen- und Stadtrundfahrten fallen ab dem 29. November unter die 2G-Regel.

Chorproben fallen nun unter die 2G-Regel.

Demonstrationen/Aufzüge mit über 500 Personen sowie ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel mit über 1.000 Personen und in geschlossenen Räumen mit über 300 Personen werden im Ausnahmefall von der Versammlungsbehörde auf Antrag zugelassen. Wenn die Anmeldenen das 2G-Optionsmodell wählen, entfallen die Maskenpflicht sowie die Zugangsbeschränkungen. Kontaktdaten müssen erhoben werden.

7. Sport

Findet Sport in geschlossenen Räumen statt, dann muss die 2G-Regel eingehalten werden. Es dürfen also nur noch Geimpfte und Genesene beispielsweise im Fitnessstudio trainieren oder die Indoor-Sportangebote von Vereinen nutzen. Auch zu Schwimmhallen erhalten nur noch Personen Zutritt, die gegen Corona geimpft oder davon genesen sind. Außerdem müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Ungeimpftes Personal muss täglich einen Test vorlegen.

Bei Sport im Freien sind weiterhin die Hygieneregeln und auch die Abstandsregeln einzuhalten. Dies gilt jedoch nicht bei Mannschaftssportarten und Kontaktsportarten. Es müssen außerdem die Kontaktdaten erhoben werden und bei der Benutzung von Umkleideräumen und Duschen gelten die Mindestabstände.

8. Gastronomie

Seit dem 20. November ist die 2G-Regel verbindlich. Nur Geimpfte oder Genesene dürfen die Angebote nutzen. Zusätzlich wird eine tägliche Testpflicht für ungeimpftes Personal eingeführt. Die Ausnahme für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre bleibt bestehen. Sie gilt auch für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Es gibt eine Kontaktnachverfolgung. Auf das Abstandsgebot und Kapazitätsbegrenzungen kann verzichtet werden. Es darf im Stehen verzehrt werden, Tische und Stühle können beliebig platziert werden. Außerdem entfällt die Sperrstunde. Auch die Testpflicht wird aufgehoben. Tanzen ist auch in geschlossenen Räumen möglich, es gilt keine Maskenpflicht in Innenräumen mehr.

9. Kirchen und Gotteshäuser

Das gilt beim 3G-Modell: Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen sind grundsätzlich erlaubt, wenn die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. In geschlossenen Räumen muss eine medizinische Maske getragen werden. Wenn viele Besucherinnen und Besucher erwartet werden, ist eine Anmeldung nötig. Seit 22. Juni ist der Gemeindegesang in Kirchen wieder zulässig (entweder Maskenpflicht oder unter Berücksichtigung der Vorgaben für Chöre wie Testpflicht, Kontaktnachverfolgung und Abstand von 2,5 Metern).

Das gilt bei 2G-Modell: Gemeindegesang auch ohne Maske, die Personenbegrenzung wird aufgehoben. Auch die Anmeldepflicht und das Abstandsgebot werden aufgehoben.


10. Weitere Fragen und Antworten

Alkohol: Wo erlaubt?

  • Der Verkauf von Alkohol ist von 22 bis 6 Uhr des Folgetages ist in ganz Hamburg untersagt. Ganztägig ist die Abgabe von Alkohol in Bechern, Gläsern oder Einweggetränkebehältnissen untersagt.
  • Das öffentliche Trinken von Alkohol ist nicht mehr im ganzen Stadtgebiet verboten. Das Verbot gilt nur noch an bestimmten Orten, zum Beispiel im Bereich Reeperbahn, in Teilen der Sternschanze, am Hansaplatz in St. Georg, an Teilen der Binnen- und Außenalster, auf dem Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen und im Jenischpark in Othmarschen. Alkoholkonsum ist dort montags bis donnerstags von 14 bis 6 Uhr am Folgetag, freitags ab 14 Uhr, sonnabends ganztägig sowie sonntags und an Feiertagen ganztägig bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Nach den Vorfällen in der Schanze hat der Senat beschlossen, für den Kiez rund um die Reeperbahn und die Schanze zusätzlich ein Alkoholverbot gelten soll: Immer am Wochenende (Freitag, Sonnabend sowie vor Feiertagen) soll der Außer-Haus-Verkauf von Alkohol zwischen 20 und 6 Uhr verboten sein. Auch darf man in dieser Zeit keinen Alkohol bei sich führen. In der Außengastronomie darf Alkohol nur bis 23 Uhr ausgeschenkt werden, wenn die Gastronomietreibenden nicht am 2G-Modell teilnehmen (siehe oben).
  • Im Stadtpark ist das Mitführen und der Verzehr von Alkohol freitags und sonnabends zwischen 21 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nicht gestattet.

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