Stand: 23.06.2016 12:03 Uhr

Blick aus dem All auf Christos "Floating Piers"

Die "Floating Piers" von Verhüllungskünstler Christo sind gerade wohl eines der beliebtesten Fotomotive in Italien. Die schwimmenden Stege haben bereits Zehntausende Besucher an den Iseo-See in Norditalien gelockt. Auch aus dem Weltraum sind die Stege gut zu sehen. Der Satellit Sentinel-2A der Europäischen Weltraumorganisation ESA lieferte Bilder aus knapp 800 Kilometern Höhe - vom Aufbau bis zur Fertigstellung.

Lübecker Stoffexperten müssen nachbessern

Wegen des großen Andrangs werden die schwimmenden Stege seit Mittwoch nachts für Besucher geschlossen. Ursprünglich sollten die "Floating Piers" bis zum 3. Juli rund um die Uhr geöffnet bleiben. Nach vier Tagen seien bereits so viele Interessenten gekommen, wie eigentlich innerhalb einer Woche erwartet wurden, hieß es von den Veranstaltern. Robert Meyknecht von der Lübecker Firma "Geo - die Luftwerker" und fünf Näher müssen vor allem an den Promenaden den Stoff ausbessern. "Nachts kümmern wir uns um akute Schäden. Wir kriegen das in den Griff", sagte er im Gespräch mit NDR.de. Einige Schäden sind laut Meyknecht entstanden, weil Besucher sich Stofffetzen als Andenken mitnehmen würden.

220.000 Plastikwürfel schwimmen im See

Christo (81) und sein Team haben drei Kilometer lange Stege vom Ort Sulzano auf die vorgelagerte Insel Monte Isola und von dort zu dem kleineren Eiland San Paolo verlegt. Das Projekt war Sonnabend eröffnet worden, seither mussten Bahn- und Fährlinien wegen des gewaltigen Interesses mehrmals unterbrochen werden. Die Stege sind aus 220.000 Schwimmwürfeln zusammengesetzt und mit einem leuchtend gelben Stoff bezogen. Sie sollen das Gefühl geben, über Wasser zu wandeln.

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Schleswig-Holstein Magazin | 26.08.2016 | 20:15 Uhr