Stand: 29.10.2019 16:42 Uhr

Hannover: Sprengel Museum zeigt Selbstporträts

von Agnes Bührig

Wie hat sich das Selbstporträt seit den 1960er-Jahren verändert? Dieser Frage geht die neue Ausstellung im Sprengel Museum "Selbstsicht: Porträt-Identitäten" nach. 53 künstlerische Positionen präsentiert die Ausstellung - von den 1960er-Jahren bis heute.

Zu sehen sind Werke bekannter Künstler wie Timm Ullrichs, Nicki de Saint Phalle und A.R. Penck, aber auch jüngere Künstlerinnen und Künstler - wie etwa die sprechenden Gestalten von Isabella Fürnkäs und Julian Öffler, der sich als Künstler-Avatar in der Online-Welt "Second Life" gefilmt hat.

Bilder aus der Ausstellung

Vom Selbstbildnis zur Selbstinszenierung

Die jüngeren Künstler erweitern den Begriff des Selbstporträts, wie die Kuratorin der Ausstellung, Olga Nevzorova, sagt. "Die Entwicklung geht weg vom Selbstbildnis hin zu einer Selbstinszenierung, weil man sich immer mehr in Rollen versetzt und versucht, sich in andere hineinzuversetzen. Somit wird das Selbst zum Gegenüber."

Von Gebrechlichkeit bis zur Verortung des Ichs

Eine Entwicklung, die die Ausstellung facettenreich und in unterschiedlichen Kunstformen abbildet - von Zeichnungen und Plastiken über die Fotografie und Video bis hin zur Medienkunst. Die Themen reichen dabei von der Gebrechlichkeit des eigenen Körpers bis hin zur Verortung des Ichs in einem Unrechtsstaat.

Hannover: Sprengel Museum zeigt Selbstporträts

Das Selbstporträt ist in der digitalen Welt als Selfie überall zu sehen. Das Sprengel Museum zeigt in einer Ausstellung, wie sich die Kunstform seit den 1960er-Jahren verändert hat.

Art:
Ausstellung
Datum:
Ende:
Ort:
Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169  Hannover
Telefon:
(0511) 168 438 75
E-Mail:
Sprengel-Museum@Hannover-Stadt.de
Preis:
7 Euro, ermäßigt 4 Euro.
Öffnungszeiten:
Montag: geschlossen
Dienstag: 10 bis 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Hinweis:
  • An allen Tagen ist der Eintritt für Kinder bis zwölf Jahre und Schulklassen frei. Freitags auch für Erwachsene.
  • Am 26. November findet um 18.30 Uhr eine Führung mit Kuratorin Olga Nevzorova statt.
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 29.10.2019 | 15:20 Uhr

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