Opernkonzert

"La voce d'angelo" - Renata Tebaldi zum 100. Geburtstag

Samstag, 29. Januar 2022, 19:00 bis 21:00 Uhr

Renata Tebaldi im Porträt © picture alliance / Farabola/Leemage
Eigentlich wollte Renata Tebaldi Pianistin werden, studierte dann aber doch Gesang in Parma.

Sie war eine der bedeutendsten Operndiven des 20. Jahrhunderts: Renata Tebaldi. Als "La voce d’angelo" ("Engelsstimme") war sie in aller Munde, ein Attribut, das sie dem Dirigenten Arturo Toscanini verdankte. Er hörte die 24-Jährige an der Mailänder Scala beim Vorsingen, ließ sie bei der Wiederöffnung der Scala 1946 singen und verhalf ihr so zum internationalen Ruhm. Nicht zuletzt die Rivalität mit Maria Callas bewog sie 1955 dazu, den Sprung über den großen Teich zu wagen: Die Metropolitan Opera in New York wurde Renata Tebaldis zweites musikalisches Zuhause. Ihr Spitzname dort: "Miss Sold-Out", denn ihre Vorstellungen waren meist in kürzester Zeit ausverkauft.

Renata Tebaldis Paraderollen

Zu ihren Paraderollen gehörten die großen Partien von Verdi und Puccini, wie die "Desdemona", die "Aida" und die "Tosca". "Wenn ich am Ende einer Vorstellung in meine Garderobe ging, war ich total erschöpft, weil ich alles gegeben hatte", erzählt Renata Tebaldi. "Ich war ausgelaugt, aber unendlich glücklich!" 1976 entschied sich Renata Tebaldi, von der Bühne Abschied zu nehmen. Sie starb 2004, mit 82 Jahren. Geboren wurde Renata Tebaldi vor 100 Jahren in Pesaro, am 1. Februar 1922. Eine Sendung zu ihrem Geburtstag.

Eine Sendung von Friederike Westerhaus.

 

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