Stand: 11.05.2018 09:22 Uhr

Zwölf Punkte für Lissabon

von Matthias Bernstorf
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Gute Stimmung beim ESC in Lissabon.

Es ist wieder soweit: Das ESC-Fieber hat mich gepackt. Samstag startet in Lissabon das Finale des Eurovision Song Contest. Was brauche ich, damit das für mich ein schöner Abend wird?

Erstens: Eine schöne Geschichte, am besten erzählt von Peter Urban. Zum Beispiel: die Geschichte der russischen Buranowsi Babuschki. Es sind sechs Großmütter, die Russland beim ESC 2012 in Baku vertreten hatten. Eigentlich wollten sie für eine neue Dorfkirche singen, haben es damit aber bis auf die Bühne des ESC geschafft. Wunderbar.

Zweitens: Mindestens einen schönen Text. Den gibt es Morgen im Beitrag aus Litauen zu hören: „When we are old“ singt über Liebe bis ins hohe Alter, hörenswert.

Musik kennt keine Grenzen

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Der deutsche Teilnehmer beim ESC: Michael Schulte.

Und was ich Samstag Abend unbedingt brauche, sind 12 Punkte, „twelve points“ für unseren Song für Lissabon: 'You let me walk alone‘ von Michael Schulte.

Für einen schönen ESC-Abend brauche ich nämlich mindestens einen Song, der ‚himmlisch‘ ist. Es ist ja so. Musik kennt keine Grenzen. Eine Religion, in meinem Fall: die christliche, wird immer versuchen, Gott mit Worten zu beschreiben, zum Beispiel: als Liebe, aus der wir Menschen leben. Musik aber kann etwas Himmlisches spürbar machen. Auch über Grenzen hinweg, selbst über die von Tod und Leben. Das gelingt Michael Schulte.

Und weil sich die Skandinavier im Finale Samstag Abend im Televoting die Punkte bestimmt wieder gegenseitig zuschieben, gebe ich ihm für seinen Song schon jetzt 12 Punkte!

Dieses Thema im Programm:

Morgenandacht | 11.05.2018 | 06:20 Uhr

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