Sendedatum: 28.11.2019 20:15 Uhr

Barmherzigkeit ist ganz konkret und lebensnah

von Julia Heyde de López

Barmherzigkeit ist der Kern der christlichen Botschaft, sagt der Papst. Das klingt schon mal gut. Aber Barmherzigkeit ist ein ziemlich großes Wort. Was genau ist das denn eigentlich? Immerhin gibt es sogar einen Welttag der Barmherzigkeit, der ist am Donnerstag, und da habe ich mal geschaut, was dahintersteckt.

Barmherzigkeit ist eine Tugend

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Menschen aufnehmen, trösten oder versorgen - Barmherzigkeit ist eine lebensnahe Tugend.

Zunächst einmal ist Barmherzigkeit eine Tugend, die vor allem in den Religionen hoch angesehen ist. Sie ist etwas Besonderes; keine Eigenschaft, die man mal eben jemandem zuschreiben würde. "Sven aus der IT-Abteilung, der ist ein echt barmherziger Typ." Würde so wahrscheinlich niemand sagen. Selbst wenn es stimmt.

Denn unter den Begriff Barmherzigkeit fallen ganz unterschiedliche Dinge: Bedürftige Menschen versorgen zum Beispiel, Kranke pflegen, Fremde gastfreundlich aufnehmen oder traurige Menschen trösten - all das gehört dazu. Ganz konkret und lebensnah.

Kraft, die von Herzen kommt

Den Welttag der Barmherzigkeit gibt es jetzt seit ein paar Jahren. Die Idee dazu kommt aus Indien. Deshalb spielt an diesem Tag auch das Prinzip "Ahimsa" eine Rolle. Das ist für Hindus und Buddhisten sehr wichtig. Ahimsa bedeutet wörtlich "nicht Verletzen". Gewaltloses Handeln, auch gegenüber der Natur, ist da die Maxime.

Barmherzigkeit in ihren unterschiedlichen Formen ist also in vielen Religionen zu Hause. Und überall eine Kraft, die aus dem Herzen heraus handelt.

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 28.11.2019 | 20:15 Uhr

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