Mann unterm Sternenhimmel. © https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/ Foto: Greg Rakozy

Verschmelzen Jupiter und Saturn zum Weihnachtsstern?

Sendedatum: 18.12.2020 07:50 Uhr

Der Stern von Bethlehem ist allweihnachtlich ein Symbol beladenes Bild. Doch ursächlich für das Himmelphänomen könnte eine Planeten-Konstellation sein - das Verschmelzen von Jupiter und Saturn.

von Julia Heyde de López

Mit etwas Glück können wir in diesen dunklen Tagen und Nächten ein seltenes Ereignis am Himmel miterleben. Das ist echt was Besonderes, erklärt der Astrophysiker Heino Falcke: "Alle 20 Jahre treffen sich Jupiter und Saturn, die königlichen Planeten, und sie ziehen miteinander am Himmel weiter. Und so nahe, wie die sich jetzt kommen, das war zum letzten Mal vor 400 Jahren, und es passiert fast genau zu Weihnachten."

Jupiter und Saturn bis Weihnachten folgen

Wahrscheinlich war das auch eine Planetenkonstellation vor der Geburt Jesu: zu sehen als heller Stern, der die Heiligen Drei Könige zur Krippe von Bethlehem führte. Also, für die, die damals in den Himmel geschaut hätten, die sich damit auskannten, sei das wahrscheinlich ein besonderes Ereignis gewesen. Und es ziehe tatsächlich vor einem her, man könne diesem Stern auch folgen. Also, das mache sehr viel Sinn, dass das eine Geschichte gewesen sei, die sich damals in der Zeit um Jesu Geburt zugetragen habe.

Daher die Empfehlung von Heino Falcke: Wenn es dunkel sei, rausgehen und Richtung Süd-Südwest blicken. "Diesen Jupiter und Saturn entdecken und mal schauen, wie die weiter wandern bis hin zu Weihnachten."

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 18.12.2020 | 07:50 Uhr

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