Sendedatum: 11.01.2018 20:15 Uhr

Fragen, die das Mensch-Sein ausmachen

von Klaus Böllert

Es ist fast ein bisschen langweilig. Immer, wenn wir als Kirche im NDR auf Facebook etwas von Schöpfung erzählen, kommen garantiert ein paar Kommentare, ob wir Gläubigen denn noch nie etwas von der Evolution gehört hätten.

Die Frage nach dem Sinn

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Nach dem Urknall haben sich Planeten Gaswolken und Sterne gebildet.

Doch, haben wir. Und nein, die Erde wurde nicht in sechs Tagen erschaffen, wie es auf den ersten Seiten der Bibel steht. Wie alles wurde, dazu hat die Bibel rein gar nichts zu sagen. Aber warum das Ganze? Gibt es einen Sinn? Ein Geheimnis hinter den Tatsachen? Diese Fragen machen unser Mensch-Sein aus. Soweit wir wissen, ist alleine der Mensch ein spirituelles Wesen.

Glaube an eine gottgewollte Entwicklung

Ich weiß: Die Welt ist vor etwa 14 Milliarden Jahren mit dem Urknall entstanden. Ich glaube: Das geschah, weil und wie Gott es wollte. Die Entwicklung führte zum Leben auf der Erde. Ich weiß: Wie sich das entwickelte, erklärt die Evolutionstheorie. Ich glaube: Dass diese Entwicklung zum Menschen führte, ist gottgewollt. Gott wollte mit der Evolution Menschen hervorzubringen, die seine Nähe suchen. So kann ich wissenschaftliche Erkenntnisse und gläubiges Fragen zusammenbringen.

Großer Nebel in Orion NOP 78. © Photri/Helga Lade Fotograf: Photri

Evolution

N-JOY -

Die Evolution, der Urknall und der christliche Glauben an die Schöpfung schließen sich nicht gegenseitig aus. Warum, erklärt Klaus Böllert.

Ohne irgendeine wissenschaftliche Erkenntnis leugnen zu müssen, auch ohne Religion als Lückenfüller für das noch nicht Gewusste. Ich glaube an Gott und seine Schöpfung - und weiß um Urknall und Evolution.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 11.01.2018 | 20:15 Uhr