Ein lachender grüner und ein trauriger roter Smiley. © photocase Foto: Marie Maerz

Kolumne: "Good News"

Stand: 09.01.2022 07:30 Uhr

Gute Nachrichten bringen den Ton der Verheißung in unser Leben. Sich an sie zu erinnern, gibt Kraft für ein gutes neues Jahr 2022.

von Pastor Jan Dieckmann

Erinnern Sie sich noch? Donald Trump wurde im Januar letzten Jahres bei Twitter gesperrt! Und das ist beileibe nicht die einzige gute Nachricht aus dem vergangenen Jahr. Wenn man sich einen Moment Zeit nimmt, und nach weiteren "Good News" des Jahres 2021 sucht, sieht der Start in das neue Jahr gleich viel freundlicher aus. Auch 2022 geht was. Weil auch 2021 ein gutes Jahr war. Sie zweifeln? 

Impfstoff im Rekordtempo entwickelt

Die überwältigende Mehrheit der Menschen in unserem Land hat sich im vergangenen Jahr nicht verrückt machen lassen, und sich an Vernunft und Wissenschaft orientiert. Eine gigantische Welle der Hilfsbereitschaft hat die Folgen der Flut im Ahrtal gemindert. Unsere Politikerinnen und Politiker haben einen friedlichen Machtwechsel geschafft. 

Ein Impfstoff wurde in Rekordtempo entwickelt, und die dabei verwendete Technologie ebnet den Weg für neue Behandlungsmethoden gegen Krebs. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist gefallen. 2021 gab es mehr Ökostrom als jemals zuvor. Und 2021 war auch ein gutes Jahr für mehr Geschlechterparität in Politik, Kirchen und Wirtschaft.

Menschen entdecken die Natur neu

Und es gibt noch viel mehr "Good News". Wie lauten ihre persönlichen für das vergangene Jahr? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, meine lauten so: Familie und Freunde sind näher zusammengerückt. Ich habe ein drittes gesundes Enkelkind geschenkt bekommen. Meine Lieblingstiere, die vom Aussterben bedrohten Fischotter, siedeln sich in Deutschland wieder an. Und immer mehr Menschen entdecken die Natur, die Wälder neu.

Bei mir um die Ecke gibt es jetzt Eins-a-ausgebaute neue Radwege. Jetzt fahre ich auch bei Nieselregen mit dem Fahrrad. Einfach, weil es so ein gutes Gefühl ist, auf einem geschützten Radweg an den Autos vorbeizugleiten. Ach ja, und außerdem gab es 2021 mehr Nachtzüge, eine neue globale Mindeststeuer für Großkonzerne, immer mehr "Bienen-Hotels" in den Städten, die die Bienenpopulation wieder stabilisiert haben, und mehr Wohnangebote für Obdachlose sind entstanden. 

Jan Dieckmann © Kirche im NDR Foto: Christine Raczka
Vieles ist 2021 auch gut gewesen, findet Pastor Jan Dieckmann.

Lasst uns als Christinnen und Christen mehr gute Nachrichten in die Welt tragen. Den Ton der Verheißung. Gute Nachrichten pflastern den Weg in eine gute Zukunft. Es gibt sie zuhauf. Dafür einen Anker der Hoffnung.

Kreuz, Herz oder Anker? So heißt die Kolumne der Kirche im NDR. Regelmäßig vergeben die Radiopastoren und Redakteure ein Kreuz für Glauben, ein Herz für die Liebe oder einen Anker für das, was hoffen lässt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 09.01.2022 | 07:30 Uhr

Ein Herz, Kreuz und Anker aus Filz an einer Öse © Jürgen Gutowski

Kreuz - Herz - Anker

Kreuz, Herz oder Anker? So heißt die Kolumne der Kirche im NDR. Regelmäßig vergeben unsere Autoren ein Kreuz für Glauben, ein Herz für Liebe oder einen Anker für Hoffnung. mehr

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