Drei Kaninchen sitzen vor braunen Eiern. © Pixabay Foto: Hartmut Rühl

Ostern - Ei und Hase gehören unbedingt zusammen

Sendedatum: 05.04.2021 09:15 Uhr

Das Ei und der Hase sind untrennbar mit Ostern verbunden. Aus beiden entsteht Leben - und deshalb verkörpern sie das Wunder der Auferstehung Jesu.

von Oliver Vorwald

Meister Lampe versteckt die bunten Eier. Diese Ostergeschichte gibt es schon seit mehr als 300 Jahren. Den ältesten Beleg liefert eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1682. 16 Seiten stark, verfasst von einem Mediziner auf Latein. Der Titel lautet: "De ovis paschalibus. Von den Ostereiern". In Paragraph 9 wird ausgeführt ...  

In Oberdeutschland, der Pfalz, dem Elsass sowie in Westfalen erzählt ein Brauch, dass ein Oster-Hase die Eier legt (ova excludere) und im Gras oder Gesträuch versteckt, wo sie unter Gelächter und zum Vergnügen der Erwachsenen (cum risu et iucunditate seniorum) von den Kindern eifrig gesucht werden De Ovis Paschalibus § 9

Leben entsteht im Ei und im Hase

Ei und Hase sind Symbole für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Sie verkörpern - so sehen das fromme Gemüter - das Wunder der Auferstehung Jesu: Das Ei, weil aus diesem steinartigen Körper, plötzlich Leben hervorbricht. Und der Hase, weil dessen Jungen in der Zeit um Ostern in einer Erdmulde geboren werden. Die wiederum ähnelt der Grabhöhle, aus der Jesus ins Leben auferstanden ist. 

Aber wie haben Ei und Hase zueinandergefunden? Das könnte mit der "Oster-Bäckerei" zu tun haben. In früheren Zeiten sind nämlich auch mal ganze Eier mit verbacken worden. Und so manches Osterbrot hat in seine Kruste dann noch einen stilisierten Hasen eingeritzt bekommen. Diese Nähe im Backwerk hat möglicherweise die Geschichte vom "eierbringenden Meister Lampe" beflügelt, in die Welt gebracht. 1682 erstmals urkundlich dokumentiert in der Doktorarbeit. "De ovis paschalibus. Von den Ostereiern".

Dieses Thema im Programm:

Kirche im NDR | 05.04.2021 | 09:15 Uhr

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