Sendedatum: 12.06.2020 10:40 Uhr

Obama spricht jungen Amerikanern Mut zu

von Julia Heyde de López
Der ehemalige US-Präsident Obama spricht 2020 online zu Highschool-Absolventen. © picture alliance/ZUMA Press Foto: Brian Cahn
Der ehemalige US-Präsident Obama hat mit Highschool-Abolventen virtuell ihren Abschluss gefeiert.

"Amerika hat sich verändert. Es hat sich immer verändert, weil die jungen Menschen es wagten, zu hoffen." Das sagte der ehemalige US-Präsident Barack Obama vor ein paar Tagen zu Schülerinnen und Schülern, die diesen Sommer ihren Highschool-Abschluss gemacht haben. Und tatsächlich hat man das Gefühl, dass aktuell vieles im Umbruch ist: "Fridays for Future" startete als Jugenddemo. Und auch die Proteste gegen Rassismus bewegen mehr als zuvor, und zwar weltweit.

Hoffnung haben, kennt kein Alter

Es kann sich was verändern und verbessern, weil junge Menschen es wagen, zu hoffen. Da zeigt sich: Hoffnung ist eine unglaubliche Kraft, sie rüttelt wach, bläst zum Aufbruch. Nicht umsonst wird sie in der Bibel in einer Reihe mit Glaube und Liebe genannt. Diese drei sind es, die uns im Leben aufrichten und innere und äußere Veränderung hervorbringen können. Und, ja, man muss dabei auch mutig sein und "wagen", die Hoffnung zu behalten. Zuversichtlich zu bleiben, selbst wenn eigentlich alles dagegen spricht.

Aber ich finde, das ist nicht nur für Schulabgänger reserviert. Oder sind wir mittleren und älteren Semester schon so abgeklärt und resigniert? Ich hoffe nicht. Das hilft eh niemandem weiter. Wir sollten zielstrebig mitträumen von einer veränderten, besseren Welt. Und den kommenden Generationen damit den Rücken stärken. Hoffnung kennt keine Altersgrenze.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 12.06.2020 | 10:40 Uhr

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