Auf einem Block steht eine To-do-Liste geschrieben. © Pixabay Foto: DraCat

Listen sind wie kleine Fenster im Leben eines Menschen

Sendedatum: 12.02.2021 10:40 Uhr

Spätestens seit dem Film "Das Beste kommt zum Schluss" sind sogenannte Bucket-Listen bekannt. Auf solch eine "Löffelliste" kommen all die Dinge, die man im Leben noch realisieren möchte.

von Julia Heyde de López

Dusche putzen, Behörde anrufen. Das steht heute neben einer ganzen Reihe anderer Dinge auf meiner To-do-Liste. Notiert, damit ich es nicht vergesse und vor allem nicht verschiebe. Ich liebe solche Listen: To-do-Listen, To-don't-Listen, Pro- und Kontra-Listen. Selbst Kleinigkeiten aufzuschreiben und später abzuhaken, schafft in meinem Kopf Ruhe und mehr Platz für Wichtiges und Kreatives.

Ein Listen-Klassiker ist ja auch der Einkaufszettel. Manchmal finde ich vor dem Supermarkt einen, den jemand verloren hat. Kartoffeln und Blumenkohl steht zum Beispiel darauf, Haartönung, Katzenfutter, Schmerztabletten. Eine Liste, so unscheinbar und alltäglich, aber ein kleines Fenster in das Leben eines Menschen. 

Wünsche und Dinge auf Listen haben mehr Gewicht

Noch klarer ist das bei der sogenannten Bucket-Liste. Dort habe ich festgehalten, was ich noch ausprobieren und erleben will, bevor ich sterbe.

Es ist seltsam, aber wenn man etwas aufschreibt, bekommt es mehr Gewicht. Und deshalb braucht es, glaube ich, noch eine Liste: mit den Dingen, die froh machen, einfach so, an einem ganz normalen Freitag. Darauf könnte heute stehen: der Blick in den verschneiten Garten, die kurze Yoga-Einheit, der Videochat mit der Arbeitskollegin, der Kaffeeduft in der Küche ... die Liste wird länger und länger … Und ich schicke meinen Dank aus vollem Herzen in den Himmel.

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 12.02.2021 | 10:40 Uhr

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