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Vorsicht, Kollege von rechts!

Mittwoch, 21. März 2018, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Wie die AfD versucht, in Betrieben und Gewerkschaften Fuß zu fassen
Ein NDR Info Feature von Rainer Link

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Neben den etablierten Arbeitnehmerverbänden haben sich neue wie AVA oder AidA gegründet - mit rechtem Profil.

Seit Anfang März und noch bis Ende Mai werden in Deutschland die Betriebsräte gewählt. Traditionell werden sie dominiert von den DGB-Gewerkschaften von der IG Metall bis ver.di, die anders als Gewerkschaften in anderen Ländern nicht einer bestimmten Partei zuzuordnen sind, faktisch aber linke Positionen vertreten.

Doch die einfache Gleichung, dass gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer links stehen, gilt nicht mehr. Bei der Bundestagswahl im vergangenen September haben 15 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für die AfD gestimmt. In Ostdeutschland waren es sogar 22 Prozent.

Arbeitnehmer mit rechtem Profil organisieren sich

Während die AfD in ihrer Gründungsphase stark wirtschaftsliberal orientiert war, haben sich Teile der Partei mittlerweile Arbeitnehmerinteressen auf die Fahnen geschrieben.

In Hamburg und Baden-Württemberg etwa wurde der Verein "Arbeitnehmer in der AfD" (AidA) gegründet, in Nordrhein-Westfalen entstand die "Alternative Vereinigung der Arbeitnehmer" (AVA). Und nachdem die AfD als Partei die Parlamente erobert hat, versucht die Rechte nun auch in den Betrieben Fuß zu fassen.

Das Manuskript zur Sendung
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Vorsicht, Kollege von rechts!

Arbeitnehmerorganisationen werden jetzt auch von rechts orientieren Parteien oder Interessensgruppen gebildet. So wie AVA oder AidA. Wie sieht das in der Praxis aus? Download (122 KB)

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