Stand: 05.10.2022 10:40 Uhr

Kolumne: Hör mal 'n beten to "Gaarn Dwarg in'n Harvst"

Was wäre, wenn Gartenzwerge sprechen könnten? Gerrit Hoss war still und hat einfach mal die Ohren ganz weit aufgesperrt.

Gartenzwerg © Lornz Lorenzen Foto: Lornz Lorenzen
AUDIO: Gaarn Dwarg in'n Harvst (2 Min)

"Gaarn Dwarg in'n Harvst"

Pssst, hier ik, de Gaarn Dwarg. Heff ja lang nix seggt, man nu platzt mi mal wedder de Kragen. Jedeen jammert över Energiepriesen. Sogor vun Wootwinter schnackt se. Den Sommer weer hier ja de ganz normale Gaarn-Bedriev: Rasen meihn, Grill ansmeten un an Avend lang op de Terrass. "Sünn tanken för'n Winter". Un wiel de Minschen sik dat hier kommodich maakt hebbt, weer ik jedeen Avend mit oprümen inspannt. Keen Weekenenn ahn Gaarnparty, wo se mi in de Planten pett, luut Musik anhebbt un mi de Grill-Asch för de Fööt kippt.

Klüsen mal tomaken

Ja un nu, wo de Sommer bilütten vörbi is, wöör ik ja ok geern mal verpuusten un den Harvst geneten. Man dor kannst Du as Gaarndwarg blots vun drömen. Denn de "natürlich Feend" vun uns Dwargen is un blifft ja nu mal de Minsch! Jüst, wenn Du de Klüsen mal tomaken wullt, denn kummt düsse Johrestiet minnestens en mit Loofpuuster op de Straat. Blots wiel dor so'n paar Blääd op de Opfohrt liggen doot. Man dor mutt de Minsch ja en Teken setten: "Mi kann de Natur nix anhebben. Bet ünner de Tähn oprüst un ik ward kämpen bet ok dat letzte Blatt vun mien Grundstück verswunnen is!"

Morsbacken tosamen

Dor is de hoge Benzinpreis denn ok egal. Ik bün ja man gneeschierig, wat ik hier noch Verstärken krigg, dat nüms dat kostbare Holt klaut. Dor kann so en enkelter Dwarg ja nix gegen utrichten. Muttst woll mit reken düssen Winter. Ik bün de koolen Temperaturen ja wennt, man wat de Lüüd sik so infallen laat, dat is gediegen: Uns Naver, de löppt nu ok bi knapp över teihn Grad noch ahn T-Shirt in sien Gaarn rüm. Meent woll, dat maakt hart för den Winter. Blots, hart is dat mehr för uns Dwargen, de dor nich wechkieken köönt.

Un wo hart de Winter ok ward: An't Enn staht wi Dwargen hier so oder so wedder alleen in'n Gaarn un grient Dag in Dag ut vör uns hen. Du, un vun en warme Stuuv, köönt wi ok blots drömen. Also Morsbacken tosamen un nich jammern. Nütt ja nix.

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Die plattdeutsche Morgenplauderei "Hör mal 'n beten to" gehört seit mehr als 60 Jahren zum Alltag in Norddeutschland. Hier werden die Wunderlichkeiten des Alltags betrachtet. So klingt es, wenn wir Norddeutschen uns selbst auf die Schippe nehmen - liebevoll bis spöttisch, selten mit dem Finger in schmerzenden Wunden, aber immer an Stellen, an denen wir kitzelig sind. Im Radio: werktags um 10.40 Uhr auf NDR 1 Welle Nord, um 10.40 Uhr auf NDR 90,3 und um 11.50 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen.

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Junge Frau flüstert einem Mann etwas ins Ohr. © Fotolia.com Foto: olly

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Hör mal 'n beten to | 05.10.2022 | 10:40 Uhr

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