Stand: 13.05.2018 17:36 Uhr

Sampson triumphiert - Auffarth starke Dritte

Außenseiter Matthew Sampson hat das 89. Deutsche Spring-Derby in Hamburg-Klein Flottbek gewonnen. Der Brite siegte am Sonntag im Stechen des mit 120.000 Euro dotierten Klassikers im Sattel von Gloria mit dem einzigen fehlerfreien Ritt. Auf Rang zwei kam wie im Vorjahr Gilbert Tillmann (Grevenbroich) mit Claus Dieter, der sich einen Abwurf leistete. Starke Dritte wurde bei ihrem Derby-Debüt Vielseitigkeits-Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit La Vista, das Paar verbuchte acht Fehlerpunkte. Zwei winzige Unachtsamkeiten kurz vor dem Ziel entschieden gegen die Buschreiterin, der die schnellste Runde gelang. "Unser Absprung hat nicht ganz gepasst", sagte die 31-Jährige, die mit ihrem Derbypferd La Vista nun wohl öfter in die Hansestadt kommen wird: "Ich glaube, wir haben hier ein paar gute Jahre vor uns."

Nur diese drei Reiter hatten zuvor den schwersten Parcours der Welt ohne Strafpunkte bewältigt. Sampson ist der erste Brite seit John Whitaker 1989, der in Hamburg triumphierte. "Es hat alles gepasst, es war ein unglaubliches Wochenende für uns", jubelte der Sieger, der einen wahren Veitstanz aufführte, nachdem sein unerwarteter Erfolg vor 25.000 Zuschauern feststand.

Prominenz reitet am Stechen vorbei

Viele weit prominentere Siegkandidaten ritten weit am Stechen vorbei. So leistete sich Lokalmatadorin Janne-Friederike Meyer-Zimmermann mit Anna ebenso zwei Fehler wie Ex-Weltmeister Dermott Lennon (Irland) mit Gelvins Touch. Vorjahressieger Pato Muente aus Slowenien musste im Sattel von Catch the Dollar sogar aufgeben. "Im entscheidenden Moment sind wir einmal zu früh abgesprungen", sagte Meyer-Zimmermann, die am Ende den neunten Platz belegte.

Ergebnisse Deutsches Spring-Derby

1. Matthew Sampson (Großbritannien) mit Gloria 0 Fehler/50,53 Sek.
2. Gilbert Tillmann (Grevenbroich) mit Claus Dieter 4/53,62
3. Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit La Vista 8/46,41
(alle im Stechen)
4. Benjamin Wulschner (Passin) mit Bangkok Girl 4/157,13
5. Holly Smith (Großbritannien) mit Old Joker 4/158,99
6. Gerald Nothdurft (Moringen) mit Amazing 4/170,03
7. James Whitaker (Großbritannien) mit Brilliant 4/175,20
8. Dermitt Lennon (Irland) mit Gelvins Touch 8/159,42
9. Janne-Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) mit Anna 8/169,48
10. Jan Peters (Baitz) mit Kokolores 8/172,72

Finnin Kanerva in der Dressur vorn

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Eleganz pur: Emma Kanerva in Klein Flottbek

Beim 60. Deutschen Dressur-Derby triumphierte die Finnin Emma Kanerva. Im Finale der besten Drei des Grand Prix siegte die in Schenefeld lebende Reiterin mit der Gesamtpunktzahl von 214,699 Prozentpunkten. "Ich bin einfach nach Gefühl geritten und hatte eine Menge Spaß", sagte Kanerva. Zweiter wurde Jan-Dirk Gießelmann (Rehden/210,666) vor der Australierin Kristy Oatley (207,600). Traditionell findet das Finale mit Pferdewechsel statt. Dabei muss jeder Starter auch die Pferde der jeweiligen Konkurrenten reiten. Bestes Pferd war Gießelmanns Wallach Real Dancer vor Kanervas Heartbreaker und Oatleys Qualia.

Besucherrekord des Vorjahres egalisiert

Begünstigt von der frühsommerlichen Witterung wurde der Besucherrekord des Vorjahres egalisiert. "An den fünf Turniertagen hatten wir wieder insgesamt 93.000 Zuschauer auf dem Derby-Platz", sagte Turnierdirektor Volker Wulff. Die 90. Auflage des Derby-Meetings findet 2019 vom 29. Mai bis 2. Juni statt.

Ergebnisse Deutsches Dressur-Derby

Endstand nach 3 Wertungsprüfungen:
1. Emma Kanerva (Finnland) 214,699 Prozent
2. Jan-Dirk Gießelmann (Rehden) 210,666
3. Kristy Oatley (Australien) 207,600

Das Derby in Klein Flottbek in Bildern

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