Stand: 17.11.2019 10:35 Uhr

Zverev blickt zuversichtlich auf die neue Saison

Die Titelverteidigung beim ATP-Finale hat Alexander Zverev verpasst. Dennoch blickt er nach einem erfolgreichen Herbst zuversichtlich auf die kommende Saison. Das Ziel für 2020: der Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier.

Es geht nicht immer stetig bergauf in einer Karriere, auch nicht bei den Hochbegabten. Diese Erfahrung musste in diesem Jahr auch Alexander Zverev machen. Der 22 Jahre alte Tennis-Profi aus Hamburg kämpfte mit vielen Problemen, ehe ihm ein versöhnlicher Abschluss gelang. Obwohl er die Titelverteidigung beim ATP-Finale in London verpasste und im Halbfinale gegen Dominic Thiem (Österreich) ausschied, zeigte Zverev, dass er wieder auf einem guten Weg ist.

Zverev: Nicht das beste Jahr für mich

"Dieses Jahr war nicht das beste für mich. Aber das Ende war ganz gut. Ich hoffe, darauf kann ich aufbauen", sagte der Hamburger am Sonnabend und gab zu: "Ich bin jetzt schon relativ froh, dass das Tennisjahr zu Ende ist. Ich freue mich auf die neue Saison. Ich war das ganze Jahr über nicht glücklich. Nicht neben dem Platz, nicht auf dem Platz." 2019 lässt Zverev mit einigen Showmatches gegen Roger Federer in Südamerika ausklingen.

Alexander Zverev: Deutschlands Bester aus Hamburg

Augen-Operation in New York

Anschließend wird er sich voraussichtlich einer Augenoperation unterziehen. "Ich habe Probleme mit meinen Augen und dieses Jahr viele Probleme gehabt, wenn ich mit Kontaktlinsen gespielt habe", sagte Zverev. Grund sei eine schlimmer werdende Hornhautverkrümmung. Den Eingriff werde er in New York vornehmen lassen. Dieser sei "etwas mehr als nur eine Laser-Operation."

Endet die Dominanz von Federer, Nadal und Djokovic?

2020 will Zverev dann sein großes Ziel in Angriff nehmen: den Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Der Hamburger zählt sich selbst zu den Kandidaten, die die Dominanz von Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic durchbrechen können. "Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass es nächstes Jahr einen neuen Grand-Slam-Sieger geben wird", sagte Zverev. Anwärter auf einen Erfolg bei einem der vier wichtigsten Turniere seien Thiem, der Russe Daniil Medwedew sowie Stefanos Tsitsipas (Griechenland) - und eben auch Zverev selbst. "Ich hoffe, dass ich auch unter den Kandidaten bin. Mal sehen, was das nächste Jahr bringt", so der Weltranglisten-Siebte.

Engere Zusammenarbeit mit Boris Becker möglich

Möglicherweise erhält Zverev, der nach der Trennung von Coach Ivan Lendl im Sommer wieder von seinem Vater trainiert wird, dann Unterstützung von Boris Becker. Der dreimalige Wimledonsieger sagte in London: "Ich unterhalte mich schon seit Jahren gerne und viel mit ihm und seinem Vater. Ob da mehr draus wird, muss man abwarten."

Weitere Informationen

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Sportreport | 17.11.2019 | 18:05 Uhr