Surfstar Philip Köster in Aktion © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

Surfstar Köster gewinnt Weltcup vor Sylt - und ist Vizeweltmeister

Stand: 03.10.2022 13:50 Uhr

Der fünfmalige Weltmeister Philip Köster hat den Weltcup vor Westerland auf Sylt gewonnen. Seinen sechsten WM-Titel verpasste der deutsche Ausnahme-Surfer zwar, die Freude über den Sieg vor seiner Familie und den Fans war trotzdem groß.

Das Heimspiel auf der Tour für sich zu entscheiden, gelang Köster, dessen Eltern aus Hamburg kommen, erst zum zweiten Mal überhaupt. Und der erste Triumph des mittlerweile 28-Jährigen ist auch schon zehn Jahre her. Und so überraschte es nicht, dass er seinen Sieg und die die damit verbundene Vizeweltmeisterschaft ordentlich feierte: "Es ist ein tolles Gefühl, meinen Heim-World-Cup vor meiner Familie und den deutschen Fans zum zweiten Mal gewonnen zu haben. Im nächsten Jahr greife ich wieder voll an und will meinen sechsten WM-Titel holen", sagte Köster.

Dem Surfstar, der erstmals zusammen mit Ehefrau Manca und seinem zweijährigen Töchterchen Malia angereist war, reichte am Ende im Waveriding ein Sieg in der Hinrunde. Wegen der ungünstigen Witterungsbedingungen musste die Rückserie an diesem Wochenende abgebrochen werden.

"Das war der beste Tag, den ich je auf Sylt hatte", hatte Köster nach der Hinrunde vor einer Woche erklärt. Danach und somit schon vor dem Finalwochenende hatte der Brasilianer Marcilio Browne bereits als neuer Weltmeister festgestanden.

Aschaffenburgerin Erpenstein bleibt Dritte

Bei den Frauen triumphierte Sarah-Quita Offringa. Für die Atheltin von der kleinen niederländischen Karibikinsel Aruba vor der Küste Venezuelas war es bereits der 20. WM-Titel. Lina Erpenstein aus Aschaffenburg kam auf den dritten Platz und sicherte sich zum ersten Mal in ihrer Karriere auch den dritten Podestplatz in der Tour-Wertung. "Ich bin super happy, die Bedingungen in der Hinrunde waren episch. Leider konnte die Rückrunde nicht gestartet werden. Dann hätte ich noch mal im Kampf um den WM-Titel eingreifen können", sagte Erpenstein.

Auf Sylt fand nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause das Finale der weltweit größten Windsurf-Veranstaltung statt. Rund 150.000 Menschen verfolgten am Brandenburger Strand die Regatten, die mit insgesamt 85.000 Euro dotiert waren.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 02.10.2022 | 22:50 Uhr

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