Stand: 16.02.2020 10:15 Uhr

Philipp Buhl schreibt in Down Under Segelgeschichte

Lasersegler Philipp Buhl holte in Australien den WM-Titel.

Philipp Buhl vom Norddeutschen Regatta Verein aus Hamburg hat in Australien deutsche Segelsport-Geschichte geschrieben. Der 30 Jahre alte Lasersegler gewann in der Phillip-Bucht vor Melbourne die Weltmeisterschaft in der olympischen Einhand-Jollenklasse und sorgte damit für den ersten Sieg eines deutschen Akteurs in der Bootsklasse in der 46-jährigen WM-Historie. Sein Glück war dem Wahl-Kieler, der von Alexander Schlonski aus Rostock trainiert wird, im Ziel deutlich anzusehen. "Da war vor allen diese totale innere Zufriedenheit", sagte der Steuermann. Buhl beendete die titellose Zeit der deutschen Segler, die seit 20 Jahren kein WM-Gold mehr in einer Olympia-Disziplin hatten gewinnen können. 2000 waren es zuletzt Roland Gäbler/René Schwall (Bremen/Kiel), die im damals olympischen Tornado zum WM-Sieg segelten.

Vier Siege und drei zweite Plätze in zwölf Rennen

Mit einer imposanten Serie in den Wettfahrten (vierter Platz/1./1./1./1./2./2./2./5./6./10./5.) segelte der aus dem bayerischen Sonthofen stammende Buhl zu seinem ersten WM-Titel nach Silber (2015) und zweimal Bronze (2013, 2018). Im herausragend besetzten Feld von 124 Booten aus 44 Ländern war dem Kieler-Woche-Sieger von 2018 die Goldmedaille schon ein Rennen vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Silber und Bronze gingen an den Australier Matt Wearn und den Kroaten Tonci Stipanovic.

Bronze für Heil/Plößel

Buhl ist indes nicht der einzige deutsche Segler, der bei Olympia von einer Medaille träumen darf. Denn im westlichen Teil von Port Phillip vor Geelong hatten bereits am Vortag die beiden Hamburger Erik Heil und Thomas Plößel in der 49er-Klasse WM-Bronze gewonnen und das Ticket für Tokio gelöst.

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Sport aktuell | 16.02.2020 | 10:25 Uhr