Hamburg-Triathlon: Deutsche Mixed-Staffel Dritter - Großbritannien siegt

Stand: 10.07.2022 17:24 Uhr

Die deutsche Mixed-Staffel hat beim Hamburg-Triathlon den Triumph aus dem Vorjahr nicht wiederholen können. Laura Lindemann und Co. kamen am Sonntag auf Rang drei. Den Sieg sicherte sich das Quartett aus Großbritannien.

Tausende Zuschauer säumten die Strecke in der Hamburger Innenstadt und bekamen ein packendes Staffelrennen über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) zu sehen, in dem die deutsche Mannschaft eine zwanzigsekündige Zeitstrafe kassierte und so keine Chance auf den Sieg hatte.

"Das mit den Strafen war ärgerlich, aber das Ziel Podest haben wir geschafft." Laura Lindemann

Schlussläuferin Lindemann (Potsdam) trat mit der Bürde der Zeitstrafe im Rücken die Flucht nach vorne an und lieferte eine starkes Rennen ab. Doch die zweimalige Europameisterin musste kurz vor dem Ziel die Strafe absitzen und tatenlos zusehen, wie Großbritannien in 1:20,50 Stunden vor Australien (1:21,03) zum Sieg lief. Deutschland sicherte sich in 1:21,10 Stunden den dritten Podestplatz.

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Deutsches Team kassiert zwei Zeitstrafen

Der deutsche Startläufer Valentin Wernz (Tuttlingen) hatte an Position sechs liegend an Lisa Tertsch (Darmstadt) übergeben - mit zwölf Sekunden Rückstand auf die führende Staffel von Neuseeland. Hayden Wilde, Sieger des Sprintrennens am Sonnabend, hatte ein Höllentempo vorgelegt. Tertsch bestätigte ihre starke Leistung vom Vortag, als sie im Elite-Rennen Rang drei erobert hatte, und kämpfte sich auf Platz zwei vor, kassierte im Wasser aber die erste Zeitstrafe für das deutsche Team.

Wernz: "Müssen mit Rang drei zufrieden sein"

Die zweiten zehn Sekunden holte sich Lasse Nygaard Priester (Saarbrücken) durch einen Wechselfehler vom Radfahren zum Laufen ab. Er schickte Lindemann als Vierte auf die Strecke, die noch das Optimale herausholte. "Von den Fehlern abgesehen, haben wir ein richtig gutes Rennen gemacht. Unter den Umständen müssen wir mit Rang drei zufrieden sein", sagte Wernz.

Tausende Zuschauer feuern Amateure und Profis an

Über die verschiedenen Distanzen gingen in der Hansestadt am Wochenende in den Jedermann-Wettbewerben rund 9.000 Sportler an den Start. Ohne Corona-Beschränkungen feuerten am Sonnabend und Sonntag Tausende Zuschauer Amateure wie Profis an.

2023 geht es wieder um den Mixed-WM-Titel

Mit der Schwimmstrecke in der Binnenalster, dem Rad- und Laufkurs, der zu großen Teilen durch die City führt, und dem Ziel auf dem Rathausmarkt bietet der Hamburg-Triathlon Athleten und Zuschauern ein besonderes Ambiente. "Es gibt keine Veranstaltung, die in vergleichbarer Weise die Innenstadt als Sportarena so in Szene setzt", sagte Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote.

Das dürfte erst recht für das kommende Jahr gelten, wenn vom 13. bis 16. Juli in der Elbmetropole unter anderem wieder der WM-Titel im Mixed-Staffel-Wettbewerb vergeben wird. Es wird nicht nur der Titel bei der Elite vergeben, sondern auch bei den Junioren und Juniorinnen sowie in den Altersklasse.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 10.07.2022 | 19:30 Uhr

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