Die deutsche Triathletin Laura Lindemann beim Triathlon in Hamburg. © WITTERS Foto: FrankPeters

Deutscher Doppelsieg beim Triathlon in Hamburg

Stand: 18.09.2021 19:24 Uhr

Deutscher Tag beim Hamburg-Triathlon: Zuerst gewann am Sonnabend bei den Frauen die Postdamerin Laura Lindemann, danach siegte Tim Hellwig in einer dramatischen Entscheidung bei den Männern.

von Christian Görtzen

Wer gedacht hatte, dass das Frauen-Rennen an Spannung kaum zu toppen sein würde, sah sich bald darauf getäuscht. Die Entscheidung bei den Männern über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen war unglaublich dramatisch. Hellwig (St. Ingbert) und der Franzose Paul Georgenthum stürmten mit schnellen Schritten dem Ziel auf dem Rathausmarkt entgegen.

Und als sie dieses Schulter an Schulter passiert hatten, ließ sich mit bloßem Auge nicht ausmachen, welcher der beiden Athleten zuerst das Band für den Sieger mit sich gerissen hatten. Das Zielfoto musste entscheiden - und nach der Auswertung jubelte dann doch nur einer der beiden: Hellwig.

"Es war extrem knapp, aber es hat geklappt", sagte der 22-Jährige dem NDR. "Ich habe mich extrem gut gefühlt auf den letzten 200 Metern. Ich glaube, das Timing war perfekt. Am Ende habe ich es nur durchgezogen." Stark war auch die Leistung des gebürtigen Quickborners Lasse Nygaard-Priester, der noch bis zum Einbiegen auf den Rathausmarkt Siegchancen hatte. Er belegte am Ende den vierten Rang.

Lindemann setzt sich durch starken Schlussspurt ab

Schon zuvor im Frauen-Rennen war es spannend zugegangen. Lindemann machte es am Ende aber souveräner. Ein erstes Lächeln zeichnete sich in ihrem Gesicht schon weit vor der Ziellinie ab - sogar noch vor dem Erreichen des blauen Teppichs in der Wechselzone auf dem Rathausmarkt. Lindemann wusste, dass sie sich diesen Triumph im Elite-Sprintrennen nicht mehr würde nehmen lassen. Und so kam es dann auch. Die 25-Jährige gewann in 58:17 Minuten vor Nicole van der Kaay (Neuseeland/58:21) und Summer Rappaport (USA/58:26).

"Es fühlt sich auf jeden Fall gut an, hier in Hamburg zu gewinnen. Es ist fantastisch", sagte Lindemann dem NDR. "Ich weiß, dass ich ganz gut sprinten kann. Deshalb habe ich gewartet und auf meinen Schlusssprint gesetzt." Den hatte sie angezogen, als das Spitzentrio vom Neuen Jungfernstieg abbog Richtung Poststraße. Ihre beiden noch verbliebenen Kontrahentinnen konnten ihr nicht mehr folgen.

1G-Regel für die Teilnehmer

Nach mehr als zwei Jahren war der Hamburg-Triathlon in das Herz der Stadt zurückgekehrt. Wie schon eine Woche zuvor beim Marathon galt die 1G-Regel (ausschließlich Geimpfte) für die Teilnehmer, die schon Punkte für die Rangliste 2022 sammeln konnten. Das Elitefeld war diesmal nicht so stark besetzt wie in den vergangenen Jahren, da das Finale schon vor einem Monat in Edmonton (Kanada) über die Bühne gegangen ist.

Der ursprüngliche Termin 10./11. Juli konnte wegen der Corona-Krise nicht eingehalten werden. Während im vergangenen Jahr aufgrund der pandemischen Lage nur ein Wettkampf für die Elite durchgeführt werden konnte, stehen in diesem Jahr auch wieder die Hobbysportler im Mittelpunkt. Etwa 3.000 haben gemeldet.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 19.09.2021 | 22:50 Uhr

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