Stand: 12.03.2020 17:31 Uhr

BBL unterbricht Spielbetrieb - fünf Nordclubs betroffen

Die BBL hat die Basketball-Saison ausgesetzt.

Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat ihren Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie bis auf Weiteres ausgesetzt. Dies teilte die BBL am Donnerstag nach einer Sitzung in Stuttgart mit. Mit den Baskets Oldenburg, SC Rasta Vechta, BG Göttingen, Löwen Braunschweig und Hamburg Towers spielen gleich fünf norddeutsche Clubs in der BBL.

"Saison zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende spielen"

Dies betrifft bereits den für das kommende Wochenende geplanten 23. Spieltag. Es bleibe das Ziel, "die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen." Innerhalb der kommenden 14 Tage wollen sich die Clubvertreter wieder treffen, "um die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien und Handlungsoptionen erneut zu besprechen."

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Oldenburg-Manager: Entscheidung "nur konsequent"

"Es geht hier in erster Linie darum, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Daher ist es nur konsequent, dass wir den Spielbetrieb vorübergehend aussetzen und diese Zeit zusammen mit der Liga nutzen, um eine geordnete und tragfähige Fortführung der Saison und der Play-offs unter Berücksichtigung gesundheitlicher, wirtschaftlicher und sportlicher Aspekte zu organisieren", sagte Oldenburgs Geschäftsführer Hermann Schüller.

"Oberste Priorität besitzt die Gesundheit"

"Natürlich möchten wir die Saison sehr gerne zu Ende spielen, besonders im Sinn unserer Fans und Partner. Oberste Priorität besitzt aber die Gesundheit der Allgemeinheit, und dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, sagte Towers-Geschäftsführer Jan Fischer.

Finanziell eine "existenzielle" Situation

"Es wird keine hundertprozentige Lösung geben", hatte Liga-Chef Stefan Holz schon vor der Entscheidung gesagt: "Jede Lösung ist irgendwie schlecht, wir müssen abwägen." Finanziell sei es eine "existenzielle" Situation, aufgrund der Bedeutung der Zuschauereinnahmen für die Klubs seien Geisterspiele keine echte Option.

Zweite Liga setzt aus

Zuvor hatte die zweite Basketball-Bundesliga wegen der Coronakrise den 30. Spieltag in der Pro A sowie die Play-off- und Play-down-Spiele in der Pro B an diesem Wochenende ausgesetzt. Davon betroffen sind in der Pro A die Nordclubs Rostock Seawolves, Eisbären Bremerhaven und Dragons Quakenbrück sowie der SC Rist Wedel, Oldenburger TB und die Itzehoe Eagles in der Pro B. In der kommenden Woche wird sich die Zweite Liga gemeinsam mit den Vereinen bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über den weiteren Saisonverlauf beraten.

Basketball-Weltverband setzt alle Wettbewerbe aus

Auch der Basketball-Weltverband hat am Donnerstag entschieden, wegen des Coronavirus von diesem Freitag an alle Wettbewerbe bis auf Weiteres zu unterbrechen. Davon betroffen sind unter anderem die Champions League und der FIBA Europe Cup, in dem Bundesligist Bayreuth im Halbfinale steht.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 12.03.2020 | 17:25 Uhr