Stand: 12.07.2020 20:29 Uhr

151. Deutsches Derby: Triumph für Außenseiter In Swoop

Jockey Ronan Thomas gewann mit In Swoop das Rennen um das Blaue Band.

Überraschung im mit 650.000 Euro dotierten 151. Deutschen Derby auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn: Der in Frankreich von Francis-Henri Graffard für das Kölner Gestüt Schlenderhan trainierte In Swoop, eine 147:10-Chance, gewann unter Ronan Thomas gegen Torquator Tasso (Jack Mitchell) und Grocer Jack (Marco Casamento). Der klare Favorit Wonderful Moon mit dem siebenmaligen Derbysieger Andrasch Starke (Stade) im Sattel wurde im 19-köpfigen Feld nur Sechster.

Derbysieg Nummer 19 für Gestüt Schlenderhan

"Das Rennen entwickelte sich so, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagte Thomas, "es war von Beginn an extrem schnell, wir konnten uns die ganze Sache in aller Ruhe von hinten anschauen."

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Überraschungssieg beim Deutschen Derby in Horn

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Beim 151. Deutschen Derby konnte sich Jockey Ronan Thomas mit seinem Pferd In Swoop durchsetzen. Andrasch Starke erreichte mit Favorit Wonderful Moon nur den sechsten Platz. Video (02:33 min)

Noch 1.000 Meter vor dem Ziel des über 2.400 Meter führenden Rennens lag sein Pferd im Hintertreffen, sammelte dann Gegner für Gegner ein und hatte im Ziel eine knappe Länge Vorsprung auf den zweitplatzierten Torquator Tasso, einen weiteren Außenseiter. 

Graffard hatte zuvor noch die mangelnde Wettkampferfahrung seines Pferdes angeführt, "vielleicht kommt das Derby für In Swoop noch zu früh", hatte er befürchtet. Doch davon konnte keine Rede sein, das Pferd gewann am Ende wie ein Routinier. Für Schlenderhan, das älteste deutsche Privatgestüt, war es Derbysieg Nummer 19.

Kein Durchkommen für Wonderful Moon

Wonderful Moon war von Starke ebenfalls aus der Reserve geritten worden. Mitte der Zielgeraden tauchte er mit scheinbar allen Chancen bei den ersten Pferden auf, "doch lief er dann vor eine Wand", sagte der Jockey, "die Strecke war einfach zu weit für ihn." Das galt auch für den zu einem Betrag von 65.000 Euro nachträglich ins Derby gemeldeten Kellahen, der nach langer Führung am Ende völlig unterging und nur auf Platz 15 ins Ziel kam. Damit verfehlte Starke deutlich seinen achten Derbysieg, mit dem er zu Rekordhalter Gerhard Streit hatte aufschließen wollen.

Das Derby wurde erstmals in seiner Geschichte vor nahezu leeren Rängen ausgetragen. Ausschließlich Aktive und Besitzer der Pferde durften die Rennbahn im Ortsteil Horn betreten. Das Meeting war von ursprünglich sechs auf drei Renntage gekürzt worden. 

Satomi gewinnt den Hansa-Preis

Den mit 35.000 Euro dotierten Großen Hansa-Preis hatte sich am Sonnabend Satomi gesichert. Die von Michael Cadeddu gerittene vier Jahre alte Stute siegte mit eineinhalb Längen Vorsprung vor Windstoß und Nikkei. Am Freitag war die vier Jahre alte Stute K Club die schnellste Sprinterin und gewann mit Jockey Martin Seidl den mit 27.500 Euro dotierten Großen Preis.

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Hamburg Journal | 08.07.2020 | 19:30 Uhr

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