Stand: 15.09.2019 18:35 Uhr

Flensburg siegt mit viel Mühe in Celje

von Johannes Freytag, NDR.de
SG-Coach Maik Machulla konnte mit dem Spiel seiner Mannschaft lange nicht zufrieden sein.

Die SG Flensburg-Handewitt ist mit einem Sieg in die Gruppenphase der Handball-Champions-League gestartet. Der deutsche Meister hatte beim slowenischen Rekord-Titelträger Celje allerdings deutlich mehr Mühe als erwartet. 25:24 (13:12) gewannen die Schleswig-Holsteiner dank einer Energieleistung in den Schlussminuten. Bester SG-Werfer war Goran Johannessen mit sechs Treffern. Schon am Mittwoch (19 Uhr) geht es für die Flensburger in der Königsklasse weiter. Vor heimischem Publikum empfängt die SG den norwegischen Meister Elverum Handball.

SG beginnt gut, leistet sich dann aber Schwächephase

Die Norddeutschen begannen konzentriert und lagen nach einer Viertelstunde bereits mit drei Toren in Front (8:5). Hinten glänzte Benjamin Buric mit starken Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter, vorne zeigten sich Johannes Golla und Göran Johannessen mit jeweils drei Toren nach schnellen Gegenstößen treffsicher. Doch zwei Zeitstrafen kurz hintereinander (gegen Golla und Magnus Röd) sorgten für einen Bruch im Flensburger Spiel. Angriffe wurden überhastet abgeschlossen, Celje kam zum Ausgleich (20./8:8). Auch in der Folgezeit tat sich der Bundesligist schwer, stand in der Defensive nicht immer sicher - ging aber immerhin mit einem Tor Vorsprung in die Pause (13:12).

Johannessen erlöst die SG spät

Der zweite Durchgang begann schlecht für die Gäste. Zwei Zwei-Minuten-Strafen der Flensburger nutzte Celje, um erstmals in Führung zu gehen und diese auch noch auszubauen (39./18:15). SG-Coach Machulla nahm eine Auszeit und stellte auf eine offensivere 5-1-Abwehr um. "Das ist zu wenig. Wir brauchen mehr Bereitschaft", prangerte er das schwache Defensivverhalten seiner Mannschaft an.

RK Celje - SG Flensburg-Handewitt 24:25 (12:13)

Tore Celje: Sarac 5, Leban 4/3, Makuc 3, Groselj 2, Horzen 2, Razgor 2/1, Borges da Silva 1, Grebenc 1, Kodrin 1, Marguc 1, Novak 1, Poteko 1
Tore Flensburg-Handewitt: Johannessen 6, Golla 5, Röd 3, Svan 3, Gottfridsson 2, Jurecki 2, Wanne 2/2, Glandorf 1, Jöndal 1
Schiedsrichter: Ivan Cacador (Portugal)/Eurico Nicolau (Portugal)
Strafminuten: 8 /10
Zuschauer: 4.000

Die Ansprache und die taktische Umstellung zeigten Wirkung - eine Viertelstunde vor dem Ende hatte die SG wieder ausgeglichen (46./19:19). Es blieb ein Spiel auf des Messers Schneide, weil Celje es immer wieder schaffte, die Flensburger Abwehr auseinanderzuziehen und dann in die Lücken zu stoßen (55./23:23). Drei Minutuen vor dem Ende traf Röd zum 24:23 für die Schleswig-Holsteiner, kurz darauf hielt SG-Keeper mit einer Parade die Führung fest - die Entscheidung? Ja, weil Johannessen eineinhalb Minuten vor dem Ende auf 25:23 erhöhte. Trotz eines weiteren Gegentores reichte es zum knappen Sieg.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 15.09.2019 | 22:40 Uhr