Stand: 04.09.2018 20:37 Uhr

Flensburg siegt in Berlin - THW schlägt Lemgo

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben die schwere Auswärtshürde Füchse Berlin genommen. Der deutsche Meister gewann die Partie des dritten Bundesliga-Spieltags mit 30:25 (14:16). Nach durchwachsenem Auftritt im ersten Abschnitt zeigten die Schleswig-Holsteiner in den zweiten 30 Minuten eine sehr überzeugende Vorstellung und feierten ihren dritten Sieg in Folge. Erfolgreichster Schütze für die Norddeutschen war Lasse Svan mit sieben Toren.

Machulla-Team mit Licht und Schatten

Die Flensburger standen im "Fuchsbau" zunächst ein wenig neben sich. Im Positionsangriff fanden sie in der Anfangsphase kaum Lösungen und scheiterten bei ihren ersten vier Angriffen dreimal an Keeper Silvio Heinevetter. Dessen Gegenüber Torbjørn Bergerud war derweil bis zur Pause kein nennenswerter Faktor für den Meister. Nach acht Minuten hatte der Norweger fünf Mal hinter sich greifen müssen, für die SG schlugen zu diesem Zeitpunkt lediglich zwei Tore zu Buche. Aber das neu formierte Team von Trainer Maik Machulla wusste sich zu steigern. Es agierte in Ballbesitz nun schneller und konnte die sehr bewegliche Hausherren-Deckung häufiger auseinanderziehen.

Mit einem 3:0-Lauf zum 11:10 (19.) meldeten sich die Norddeutschen eindrucksvoll zurück. Konservieren konnten sie das in dieser Phase gezeigte Niveau allerdings nicht, sodass Flensburg mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine ging, der sogar noch höher hätte ausfallen können, wenn die Füchse etwas zielsicherer gewesen wären.

SG sorgt im Stile eines Champions für Wende

Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt 25:30 (16:14)

Tore Füchse Berlin: Simak (6/5), Holm (4), Gojun (3), Zachrisson (3), Drux (3), Marsenic (2), Schmidt (1), Reissky (1), Koch (1), Elisson (1)
Flensburg-Handewitt: Svan (7), Glandorf (6), Lauge (4), Joendal (3/3), Golla (2), Wanne (2), Jeppsson (2), Gottfridsson (2), Steinhauser (1), Zachariassen (1)
Zuschauer: 6.371

Nach dem Seitenwechsel stellte der Meister dann eindrucksvoll unter Beweis, dass er trotz des personellen Umbruchs noch über sehr viel Substanz in seinen Reihen verfügt. Im Stile eines Champions sorgte die Machulla-Equipe für die Wende: abgeklärt, konzentriert und spieltechnisch anspruchsvoll. Nach 45 Minuten führten die Schleswig-Holsteiner erstmals mit zwei Treffern (23:21), bald darauf hatten sie ihren Vorsprung auf 26:22 ausgebaut (50.). Berlin hatte nichts mehr zuzusetzen, sodass der SG-Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Pekeler überragt beim Kieler Sieg

Flensburgs Erzrivale THW Kiel kam bei seiner Saison-Heimpremiere zu einem 28:24 (14:9)-Erfolg gegen den TBV Lemgo Lippe und feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Anders als in der Auswärtspartie am vergangenen Sonntag bei den Eulen Ludwigshafen (26:19) waren die Schleswig-Holsteiner von Beginn an auf Betriebstemperatur. Eine starke Deckungsleistung und konzentriert ausgeführte Tempogegenstöße führten zu einer 8:3-Führung nach 14 Minuten. Der Fünf-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause Bestand. Auffälligster Akteur in Hälfte eins war Kiels Kreisläufer Hendrik Pekeler. Er hatte zur Halbzeit bereits sieben Treffer auf seinem Konto.

"Zebras" müssen nach der Pause zittern

THW Kiel - TBV Lemgo Lippe 28:24 (14:9)

Tore THW Kiel: Pekeler (10), Ekberg (4/2), Weinhold (3), Dahmke (2), Nilsson (2), Zarabec (2), Reinkind (2), Bilyk (2), Duvnjak (1)
Lemgo Lippe: Ebner (6), Bartok (6), Sutton (4), Hornke (2), Hubscher (2/1), van Olphen (1), Theuerkauf (1), Kogut (1), Carlsbogard (1)
Zuschauer: 10.285

Die Partie schien ihren erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch nach dem Seitenwechsel unterliefen dem Rekordmeister etliche einfache Fehler, die Lemgo eine Aufholjagd ermöglichten. Als Donat Bartok auf 18:19 aus Gäste-Sicht verkürzte (41.), war das Duell endgültig wieder offen. Bis zur 50. Minute durfte der Außenseiter auf die Überraschung hoffen. Dann gelang es den bis dahin fahrigen Kielern wieder, Stabilität in ihr Spiel zu bekommen. Mit einem 6:0-Lauf zum 27:21 (57.) sorgte der Titelmitfavorit für klare Verhältnisse.

Kreisläufer Wiencek verlängert bis 2023

Unmittelbar vor Beginn des Duells mit Lemgo hatte der THW die Vertragsverlängerung mit Patrick Wiencek bekanntgegeben. Der Kreisläufer unterzeichnete ein bis 2023 datiertes Arbeitspapier. Ursprünglich hatte sein Kontrakt eine Laufzeit bis 2021. "Als ich 2012 nach Kiel kam, war es mein Traum, lange für diesen einzigartigen Club spielen zu dürfen. Es gibt nichts Schöneres, als seinen Traum jeden Tag leben zu können. Kiel ist für mich und meine Familie längst zur Heimat geworden. Sportlich möchte ich für keinen anderen Verein der Welt lieber spielen als für den THW Kiel - und das hoffentlich bis zu meinem Karriereende", sagte der 29-Jährige. Der gebürtige Duisburger war 2012 vom VfL Gummersbach zu den "Zebras" gewechselt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 04.09.2018 | 22:40 Uhr

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