Kiels Sander Sagosen setzt gegen Minden zu einem Sprungwurf an. © picture alliance / dpa Foto: Frank Molter

"Peinlich": Sagosen kritisiert Zuschauerpläne für WM

Stand: 05.01.2021 14:38 Uhr

Sander Sagosen, norwegischer Topstar des Handball-Bundesligisten THW Kiel, hat kein Verständnis für die Pläne des WM-Gastgebers Ägypten. Dieser will begrenzt Zuschauer zu den Spielen zulassen.

Die Organisatoren der Handball-Weltmeisterschaft (13. bis zum 31. Januar) wollen die Arenen mit einer maximalen Zuschauerkapazität von 20 Prozent besetzen. Wie die Veranstalter mitteilten, sei diese Entscheidung eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der gegenwärtigen Corona-Pandemie. Ursprünglich war vorgesehen, die Hallen zu 30 Prozent auszulasten.

Sagosen: "Im Moment mit Publikum zu dumm"

Sagosen hat diese Pläne scharf kritisiert. "Ich finde, das ist absolut peinlich. So wie die Welt gerade aussieht... und da wollen sie Zuschauer dabei haben", sagte der wurfgewaltige Rückraumspieler der norwegischen Nachrichtenagentur NTB. Der Weltverband IHF denke "mehr an die Finanzen als an die Gesundheit der Spieler", ergänzte der 25-Jährige. "Ich denke einfach, man muss erkennen, dass es im Moment mit Publikum zu dumm ist." Die Norweger, die bei den vergangenen WM-Turnieren jeweils Silber holten, treffen am 14. Januar in ihrem ersten Gruppenspiel auf den sechsmaligen Weltmeister Frankreich.

Bis zu 900 Zuschauern bei Spielen des DHB-Teams

Die deutsche Mannschaft spielt ihre Vorrunde in der 4.500 Zuschauer fassenden Halle in Gizeh, die kürzlich nach dem ägyptischen Weltverbandspräsidenten Hassan Moustafa benannt worden ist. Nach dem aktuellen Konzept können bis zu 900 Fans bei den Spielen dabei sein. Die DHB-Auswahl startet am 15. Januar mit der Partie gegen Uruguay in das Turnier. Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler und Steffen Weinhold (alle THW Kiel) hatten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf eine Teilnahme an der WM verzichtet.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 05.01.2021 | 15:25 Uhr

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