Miha Zarabec vom THW Kiel beim Wurf. © IMAGO / wolf-sportfoto

Handball: THW Kiel und Flensburg geben sich keine Blöße

Stand: 20.06.2021 17:35 Uhr

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat einen 29:20 (13:10)-Pflichtsieg beim Abstiegskandidaten Eulen Ludwigshafen gefeiert. Verfolger Flensburg bleibt dank eines 38:28 (19:15)-Erfolges bei der HSG Nordhorn-Lingen am Spitzenreiter dran.

Kiel tat sich am Sonntag beim Tabellen-17. allerdings zunächst schwer. Im Positionsangriff agierte das Team von Coach Filip Jicha in der Anfangsphase ideenlos. Und die Deckung war zuweilen etwas zu passiv. Nach elf Minuten lag der Favorit mit 3:5 in Rückstand. Jicha stellte in der Abwehr von einer 6:0- auf eine offensivere 3-2-1-Formation mit Kapitän Domagoj Duvnjak in vorderster Linie um.

"Zebras" setzen sich mit 6:0-Lauf ab

Der Schachzug ging auf. Ludwigshafen hatte fortan große Probleme, im Angriffsspiel aus der Bewegung heraus abzuschließen. Beim THW griffen in Ballbesitz die Automatismen hingegen immer besser. Mit einem 6:0-Lauf zum 9:5 (22.) ließ der Branchenführer eindrucksvoll die Muskeln spielen. Dass die Kieler Halbzeitführung nicht noch deutlicher als mit drei Toren ausfiel, verantwortete Eulen-Keeper Martin Tomovski, der sechs Würfe der Gäste parierte.

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Kiel nach der Halbzeit klar überlegen

Nach dem Seitenwechsel war der nordmazedonische Nationalkeeper allerdings kein Faktor mehr für seine Farben. Die "Zebras" spielten ihre Angriffe konzentriert aus und hatten ihrerseits in Niklas Landin einen Mann zwischen den Pfosten, der die Ludwigshafener mit seinen Paraden nach und nach entnervte. Nach 45. Minuten hatte das Jicha-Team seinen Vorsprung dank der Entschlossenheit in der Offensive und des starken Torhüters auf 21:14 ausgebaut - die Entscheidung.

Denn in der Schlussphase mussten die Hausherren dem sehr hohen Aufwand Tribut zollen, dem sie in Durchgang eins betrieben hatten. Der THW spielte die Uhr abgeklärt runter und konnte sogar noch ein wenig Kraft sparen für die letzten beiden Saisonspiele am kommenden Donnerstag (19 Uhr) gegen Pokalschreck TBV Lemgo Lippe sowie am Sonntag (15.30 Uhr) bei den Rhein-Neckar Löwen. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Von der Energie und Ausstrahlung bis zur Umsetzung haben wir alles gut gemacht", sagte Jicha.

Auch Flensburg mit souveränem Sieg

Verfolger Flensburg zeigte sich wenig später bei der HSG Nordhorn-Lingen gut erholt von der Heimniederlage gegen die Füchse Berlin. Bereits nach eineinhalb Minuten lag die SG mit 2:0 in Front, ließ es anschließend aber etwas zu sorglos angehen. Die HSG, bereits als Absteiger feststehend, ließ sich nicht abschütteln (20./11:11), erst nach 25 Minuten gelang Johannes Golla die erste Drei-Tore-Führung für den Favoriten. Im Schlussspurt der ersten Hälfte bauten die Flensburger dann ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf fünf Treffer aus (29./19:14), ehe Georg Pöhle kurz vor der Halbzeitsirene noch einmal verkürzen konnte.

Konzentrierte zweite Hälfte der SG

Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Lasse Svan auf 20:15 für die SG (32.) - und diesmal ließen die Flensburger nicht mehr nach. Spätestens als Jim Gottfridsson zum 27:20 traf (44.), war klar, wer die Partie als Sieger beenden würde. Die Schleswig-Holsteiner zeigten sich in Torlaune, neun Minuten vor dem Ende hatten sie bereits 32 Treffer auf dem Konto (32:23). Auch Youngster Magnus Holpert durfte sich noch zweimal in die Tor-Statistik eintragen. Am Mittwoch (19 Uhr) gastiert das Team von Trainer Maik Machulla bei der HC Erlangen, vier Tage später (15.30 Uhr) geht es in der eigenen Halle gegen die HSG Balingen-Weilstetten.

In einer sportlich bedeutungslosen Partie gewann die TSV Hannover-Burgdorf gegen den Tabellenvorletzten TuSEM Essen mit 30:26 (15:12). Die "Recken" haben den Klassenerhalt bereits gesichert, Essen steht als Absteiger fest.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.06.2021 | 23:03 Uhr

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