Stand: 06.05.2018 10:19 Uhr

Final Four: Die "Recken" stehen im Finale

von Johannes Freytag, NDR.de

Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf dürfen vom erstmaligen Gewinn des DHB-Pokals träumen. Bei ihrer ersten Teilnahme am Final-Four-Turnier in Hamburg zogen die "Recken" am Sonnabend durch einen 24:19 (15:4)-Halbfinalsieg gegen die HSG Wetzlar ins Endspiel ein. Gegner dort sind die Rhein-Neckar Löwen, die im ersten Vorschlussrundenduell 31:24 (16:10) gegen den SC Magdeburg gewonnen hatten. Schon durch den Finaleinzug hat Hannover die Europacup-Teilnahme sicher, weil Bundesliga-Tabellenführer RN Löwen aller Voraussicht nach in der Champions League startet. "Unglaublich, großartig. Das ist eine Riesensache. Wir können heute stolz sein", sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton nach der Partie.

TSV-Keeper Ziemer in starker Form

Die Basis für den Erfolg legten die "Recken" in der ersten Spielhälfte. Vom Anpfiff weg zeigten sie Nervenstärke: Zwei Zwei-Minuten-Strafen in den ersten fünf Minuten steckten sie nicht nur weg, sondern gingen sogar 2:0 in Führung. TSV-Keeper Martin Ziemer erwischte zudem einen Sahnetag, wehrte zahlreiche Würfe und einen Siebenmeter ab - erst in der 7. Minute gelang Wetzlar der erste Treffer (1:2). Dank der starken Defensivleistung setzte sich Hannover schnell ab, nach einer knappen Viertelstunde schlug bereits eine Vier-Tore-Führung zu Buche (14./5:1), nach 22 Minuten lag das Team von Trainer Carlos Ortega sogar mit 10:3 vorne. Höhepunkt der rauschhaften ersten Halbzeit war das Kempa-Tor von Morten Olsen zum 14:4.

"Recken" mit Schongang in Hälfte zwei

Im zweiten Durchgang ließen die "Recken" Wetzlar eine Weile auf eine mögliche Aufholjagd hoffen (42./18:11). Trainer Ortega nahm eine Auszeit und rüttelte seine Spieler wach: "Vamos, vamos", brüllte der Spanier am Ende seiner taktischen Anweisungen - die klare Ansage fruchtete. Der Schlendrian war weg, die Niedersachsen agierten wieder konzentrierter. Vor allem Kai Häfner zeigte sich wieder treffsicherer und war mit sechs Toren bester Werfer seines Teams. Ortega nutzte die klare Führung, um einige Spieler für das Finale zu schonen. So ersetzte beispielsweise Lars Lehnhoff den Dänen Casper Ulrich Mortensen. Einen Pokalfight bekamen die Zuschauer nicht mehr zu sehen, sie durften sich aber über das eine oder andere schöne Tor auf beiden Seiten freuen.

H-Burgdorf - HSG Wetzlar 24:19 (15:4)

Tore H-Burgdorf: Häfner (6), Mortensen (4/2), Böhm (4), Olsen (3), Patrail (2), Kastening (2), Brozovic (1), Karason (1), Pevnov (1)
Wetzlar: Kohlbacher (5), Lindskog (4), Bjornsen (3), Cavor (1), Kvist (1), Kneer (1), Hermann (1), Forsell (1), Holst (1), Ferraz (1)
Zuschauer: 13.200

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.05.2018 | 23:00 Uhr

Mehr Sport

00:38
Hamburg Journal
02:24
Hamburg Journal
03:00
Hallo Niedersachsen