Stand: 27.02.2020 15:40 Uhr

THW Kiel: Letzte Pflichtaufgabe in Kielce

von Jan Kirschner, NDR.de
Einst Teamkollegen, nun Kontrahenten: THW-Außen Ole Rahmel und Kielce-Keeper Andreas Wolff.

Diese Reise ist Pflicht, sportliche Brisanz beinhaltet sie kaum: Der THW Kiel tritt am Sonnabend (18 Uhr) zum Abschluss der Gruppenphase in der Handball-Champions-League bei Vive Kielce an. Während der polnische Meister noch einen Sieg benötigt, um Dritter der Staffel A zu bleiben, hat der deutsche Rekordmeister längst den Gruppensieg sicher. Im Grunde geht es um die "goldene Ananas", einen nachlässigen Auftritt würde ein Perfektionist wie Filip Jicha aber nicht dulden. "Wir müssen konzentriert weiterarbeiten und bereiten uns auf jedes Spiel seriös vor", hatte der THW-Coach bereits vor der jüngsten Auswärtstour nach Brest gesagt. In Weißrussland kassierte sein Team allerdings die erste Niederlage im Kalenderjahr 2020.

Viertelfinal-Duell gegen SG Flensburg-Handewitt möglich

Die Begegnung in Kielce ist für die Kieler in jedem Fall die letzte internationale Aufgabe bis weit in den April hinein. Der Gruppensieger überspringt automatisch das Achtelfinale. "Zwei Spiele weniger sind sehr gut hinsichtlich der Belastung im Saisonendspurt", findet Rückraumass Harald Reinkind.

Die Geschäftsstelle läutet derweil den Kartenvorverkauf für das Viertelfinal-Rückspiel Anfang Mai ein. Dann genießt der THW Heimrecht. Gegner wird der Sieger aus der Achtelfinal-Paarung zwischen dem Vierten der Gruppe A und dem Fünften der Staffel B sein. Im Moment wären das ausgerechnet der Landesrivale SG Flensburg-Handewitt und der FC Porto, gegen den die "Zebras" im Herbst in zwei umkämpften Paarungen einmal gewannen und einmal verloren. Mögliche Gegner sind aber auch Aalborg Handbold oder Vardar Skopje.

Wiedersehen mit Ex-Keeper Andreas Wolff

Gegen Kielce spielte der THW zum Auftakt der Gruppenphase im September. Damals trennten sich die beiden Kontrahenten 30:30. Es war das erste Wiedersehen mit Torhüter Andreas Wolff, der im Sommer von Schleswig-Holstein nach Südostpolen gewechselt war und dem sofort das Kapitänsamt anvertraut worden war. Der THW hatte unter der Woche ausnahmsweise kein Spiel, verbrachte mehr Zeit als sonst im Trainingszentrum und hofft, alle Mann an Bord zu haben. Zuletzt fehlte nur Nikola Bilyk, der an einem Infekt laborierte.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 29.02.2020 | 19:30 Uhr

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